Schwarzer Schwan und Stillhalter – doch Freunde?

Das Thema fasziniert mich seit Jahrzehnten. Wenn ich auf meine Leidenschaft für Optionshandel

zurückblicke, dann muss ich feststellen, dass die größten Gewinne immer durch eine geplante oder zufällige Wetten auf große Marktveränderungen entstanden waren. Natürlich verdiente ich auch viel Geld mit Stillhaltergeschäften oder auch mit Daytrading. Das ist aber verschwindend, wenn ich an die großen Geldgeschenke in Covid oder Trump-Minicrash denke. Das gilt für beide Richtungen. Wetten auf fallende Kurse waren schnelle realisiert und machten irgendwie mehr Spaß. Aufwärtstrends vollziehen sich länger und werden fast immer durch fallende Volatilität begleitet.

Aber es gelingt auch dann, manchmal sogar früher, als durch mühevolles Adjustieren von neutralen Stillhalterpositionen.

Aber wie wahrscheinlich sind eigentlich Schwarze Schwäne an der Börse. Wir können keine Verteilung für unerwartete und sehr dynamische Ereignisse ermitteln, sondern nur die statistische Frequenz.

Ich analysierte DAX-Kurse seit 1988. Ich wollte wissen, an welchen Tagen der DAX stand mehr als 20% tiefer als 24 Handelstage früher also vor einem Monat.

Es waren nur 37 Handelstage. Durchschnittlich waren es1,3 Ereignisse pro Jahr. Die Schwarzen Schwäne waren jedoch geclustert und flogen an mehreren Tagen hintereinander.

Unten sehen wir meine Aufstellung der Handelstage mit mehr als 20% negativer Veränderung.

Es waren im wesentlichen sechs Großereignisse:

2001- 09/11

2002 Dotcom Krise

2008/2009 Finanzkrise

2011 Fukushima -Panik – damals wurde übrigens die fatalste Entscheidung der deutschen Nachkriegspolitik getroffen – der Atomausstieg

2020 Covid

2021/2022 – Beginn des Ukraine-Krieges

Alle sechs Jahre kommt es statistisch zu einem Schwarzen Schwan.Das jedoch die Verteilung rein zufällig ist, macht es keinen Sinn, eine Varianz und die durchschnittliche Abweichung zu berechnen. Die Abstände waren zwischen 1-9 Jahren. Grob geschätzt könnten wir im nächsten Jahr dran sein.

Die wichtigste Frage ist, wie man günstig auf den Schwarzen Schwan wettet, ohne ein vermögen zu verlieren, bevor er angeflogen ist.

Hier liegt für mich die Kunst des Optionshandels und der Fokus meiner aktuellen Strategie.

Der von mir geschätzte US-amerikanische Hedgefonds -manager und Ökonom betreibt sein Fonds Universa gerade nach diesem Prinzip und zwar seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. Wie er das tut, will er nicht verraten. In seinen Büchern findet man viel Philosophe aber wenig Details. Denoch habe ich inzwischen eine vage Vorstellung, wie es gehen könnte. Ich hoffe, dass es mir gelingt, in diesem Blog, das auch zu zeigen.

Hier die einzelnen Tage des Schwarzen Schwanes

30,12,1987
24,08,2001
27,08,2001
28,08,2001
29,08,2001
30,08,2001
31,08,2001
03,09,2001
04,09,2001
05,07,2002
17,09,2002
19,09,2008
25,09,2008
26,09,2008
01,10,2008
02,10,2008
03,10,2008
09,02,2009
20,07,2011
21,07,2011
28,07,2011
29,07,2011
01,08,2011
17,02,2020
18,02,2020
19,02,2020
20,02,2020
21,02,2020
24,02,2020
25,02,2020
26,02,2020
27,02,2020
28,02,2020
02,03,2020
14,12,2021
15,12,2021
16,12,2021
17,12,2021

Veröffentlicht von Option_Basil

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