Ich bin zurück. Das war wieder einmal eine abenteuerliche Idee, offene Positionen im Depot zu lassen und in der Karibik auf das Schiff zu gehen. Ja, das INTERNET war auf AIDA sehr gut und mit dem iPhone kannst Du fast mit allen Tools handeln. Aber gerade das wollte ich vermeiden. Ich weiß aus Erfahrung, dass man beim unruhigen Markt zum Aktionismus neigt, wenn man nicht die ganze Zeit aktiv werden kann.
Ich ließ vor dem Urlaub wenige Positionen im Depot, aber auch das war zu viel:
- Iron Condor mit DAX-Diagonals, ich habe darüber am 27.02 berichtet, Alle vier Positionen sind noch offen und laufen auf einen Gewinn hinaus
- DBK Diagonal Mar /Apr 29/27,5 – diese Position hat sich nicht optimal entwickelt.
Alles andere war Trading, welches ich vom Schiff aus betrieb, und welches ich mir hätte erspart. Ich wollte die Dynamik des Kurssturzes ausnutzen. Ganz gelungen ist es mir nicht.
Aufgrund skurriler News sackte der Kurs der DBK in der vergangenen Woche um fast 18% ab. Damit muss man nicht unbedingt dauernd rechnen, auch wenn man die Aktie kennt. Am 12.03 ging es plötzlich sehr schnell abwärts. Der Kurs der Deutschen Bank hat seinen gesamten Gewinn seit Juni 2025 abgegeben. Meine Diagonal-Position war zwar eigentlich auf solche Marktbewegungen ausgerichtet, aber nicht von dieser Dynamik. Im Moment ist die Position im dicken Verlust. Ich hoffe trotzdem, das ein großer Teil des Verlusts bis zum Verfall am Freitag abgebaut wird. Die März-Kontrakte haben eine sehr hohe interne Volatilität und lassen sich gut verkaufen. Ansonsten mache ich weiter, das gehört leider zum Geschäft dazu. Es war zwar ein Fehler, dass ich nicht im Büro war, aber das war nicht entscheidend. Die Position hat einen Maximalverlust, und dieser wird einmal in vielen Jahren getestet. So ist das Leben. Ich muss trotzdem vorsichtiger bleiben, denn es kann der Beginn des berüchtigten Salami-Crashs sein.
Weitere Aussichten
Der DAX hat seine 200-Tage Linie unterschritten, genauso wie die Deutsche Bank. Das könnte eine Bärenfalle sein, oder der Beginn eine Abwärtsspirale. Beim Letzteren würde ich sogar von allen Positionen profitieren. Denn ich bleibe weiterhin treu meinem Prinzip, stets auf Black Swan aus zu sein. Dieser lässt trotz bedrohlicher Lage in der Welt auch sich warten. Die vorbörsliche Schätzung sieht heute eher positiv aus.

