Depotbericht und ich als Opfer des Schwarzen Schwans

Nun ist es soweit und es hat auch mich getroffen. Nach fast drei Jahren habe ich bis zum Verfall einen großen Verlust erlitten. Dieses Mal geschah es nicht nur aufgrund der Marktlage. Auch das System lag nicht falsch. Und ich hielt mich eigentlich an das eigene Regelwerk. Ich habe nur einen großen Fehler gemacht. Ich baute eine einzelne sehr große Position auf und war nicht in der Lage, diese permanent zu überwachen. Ich hatte schon größere Positionen gehalten und kam meistens mit einem Gewinn daraus. Dieses Mal war diese Möglichkeit nicht gegeben. Dazu kam tatsächlich der erste große schwarze Schwan seit langem.

Bevor ich in die Karibik am 28.02 flog, eröffnete ich zwei harmlose Positionen:

Iron Condor in ODAX und

Diagonal 29/27,5 Mar / April in DBK. Die Letztere wurde schließlich zum Problem. Das Risiko war überschaubar, die DBK Aktie war sehr robust und ich hatte mit dieser Strategie in den letzten Monaten viel Geld verdient.die Schwachstelle war jedoch eine doch zu große Nähe an den aktuellen Preis.und die Anzahl der Kontrakte von 30. Der Trend war schon seit Tagen negativ. Ich rechnete damit, dass die Aktie weiter fällt, aber gleichzeitig sollte die Volatilität soweit steigen, dass der Verlust der Shortseite durch den Zugewinn der Longseite ausgeglichen wird. Das war Anfangs auch so. Jedoch beschleunigte sich der Rückgang und nach dem 11.03 brach der Kurs regelrecht zusammen auf unter 26. Ich war zum dem Zeitpunkt auf kleinen Antillen.

Danach versuchte ich die Position zu retten, indem ich Calls dagegen schrieb, weiter Puts kaufte etc. Es hat etwas gebracht. In der Woche nach dem 15.03 wurde ich ausgelost. Ich bekam Aktien für 70 000 Euro eingebucht. Ich schrieb noch einige Calls auf sie und holte so fast 900 Euro zurück. Insgesamt aber war der Verlust doch weit über 2000 Euro.

Die DAX-Optionen liefen etwas besser. Ach hier habe ich das Unglück, den schwarzen Schwan, am ersten Urlaubstag zu erleben. Klar, ich konnte traden, aber es war mehr ein hektisches Zocken. So oder so, wenn ich nicht gehandelt hätte, wäre der Maximalverlust zum Tragen gekommen. Am Ende wurde es etwas weniger.

Was mir am meisten weh tut, ist die Tatsache, dass ich seit Monaten auf den schwarzen Schwan wettete und darauf eigentlich meine Strategie ausrichtete. Nun war ich zum diesem Zeitpunkt nur bedingt handlungsfähig.

Wieder etwas Neues gelernt.

Zum weiteren Vorgehen habe ich noch keine klare Meinung. Der Markt wird nervös bleiben, aber die Erholungen können sehr heftig ausfallen. Ich werde wohl bei meinen Diagonals bleiben, das sie inzwischen sehr günstig geworden sind. Die Positionen werden natürlich anfangs etwas kleiner sein. Ich habe keine Zweifel, dass mein Regelwerk einen Vorteil im Markt hat, aber ich muss es leider zu oft überwachen, deshalb soll es demnächst etwas ruhiger zu gehen. Meine Rendite sieht zurzeit negativ aus, ich habe einen Teil der Gewinne des letzten Jahres abgegeben. Ich hole sie wieder zurück! Immerhin halte ich eine kleine Put-Position im Portfolio ha ha ha.

Veröffentlicht von Option_Basil

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