Was kostet eigentlich der Strom?

Angeregt durch meine Fau, die mal wieder Diverses aus dem TV ( ja, ich bin kein fundamentaler TV-Feind) zu ernst genommen hat, fing ich die Frage auf, ob man vielleicht zum Jahresende den Stromanbieter wechseln sollte. Die Frage ist insofern berechtigt, da mittlerweile viele Anbieter mit günstigen Tarifen werben. Anfangs hielt ich es für eine reine Modeerscheinung, über Energiekosten zu reden. Nachdem ich für mein Haus jedoch immer höhere Abrechnungen laufend kriege, nahm ich vor, das Thema etwas genauer anzugehen.

Hier das Ergebnis.

Die Strompreis gehandelt an der Leipziger Energiebörse ( European Energy Exchange)  stagniert mit leicht fallender Tendenz seit mehreren Monaten. Der Terminpreis für das sog base-Paket mit Lieferung am 30.12 beträgt zur Zeit 52,09 Euro/MWh ( = Euro pro 1000 KilowattStunden).

Quelle:

http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-table/2010-12-31/EU

Der sog. Peak-Preis also die erwartete Spitze überschreitet nicht 59.

Im angehängten Chart ( mit freundlicher Genehmigung von von http://www.eex.com) sehen Sie, dass sich der Future-Preis seit Wochen kaum ändert.

 

50 Euro pro eine Megawatstunden is gleich 0,05 € pro eine Kilowattstunde, also 5 Cent.

Und was verlangen die Stromanbieter von uns? Wenn Sie auf einem der bekanntesten Vergleichsportale anfragen etwa bei http://www.toptarif.de, dann finden Sie zwar gewisse Unterschiede, die auf den ersten Blick bis zu 30% betragen könnten. Diese Differenzen sind aber m.E. reine Mogelpackung. Beispiel das angeblich in finanziellen Schwierigkeiten stehende Unternehmen Teldafax ( Gerüchte aus dem Internet)  sowie diverse andere wie Flex Strom verlangen alle:

– Vorauszahlung für ein Jahr

– Bieten lediglich eine Preisgarantie für 3-6 Monate nicht aber für die gesamte Vertragslaufzeit

– verlangen Kaution.

Und eigentlich kostet der Strom überall gleich viel pro Kilowattstunde- ca. 19-21 Eurocent pro KWh. Hinzu kommt noch eine Grudngebühr von ca. 100 € im Jahr. Den Unterschied machen die Neukundenboni sowie der Online – Bonus aus. Hier werden angeblich zum Vertragsende 100-250 € zurückerstattet.

Nach einer kurzen Verhandlung habe ich  mich mit meinem jetzigen Provider auf eine Preis- Nichterhöhung geeinigt. Dafür habe ich keinen Stress mit unterjährigen Preiserhöhungen und muss nicht 1000 € im Voraus bezahlen. Vielleicht bin ich inzwischen zu bequem.

Im Übrigen 21 Cent bekommen die Versorger von uns und selbst kaufen sie den Strom für 5 Cent z.B. über den Terminmarkt. Es scheint ein sehr lukratives Geschäft zu sein, oder? Auch wenn man die 2 Cent Stromsteuer abzieht.

 

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