Punktgenau zum Wochenanfang stieg die Volatilität gleich an und blieb die ganze Woche bei fast 24%. Damit war eigentlich im Vorfeld von mir gerechnet. Der DAX stieg anfangs auf über 6350, fiel später auf 6099 und erholte sich zum Ausklang der Woche bis auf 6200. Und damit war es.
Die Vola hat danach ein wenig abgenommen.
Ich muss zugeben, dass der Bruch der 6190 Marke für mich immer ein Verkaufsignal gewesen war. Diese Woche jedoch blieb der noch tiefere Sturz aus. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nächste Woche keine signifikante Änderung mit sich bringen wird. Oft herrscht eine Woche vor dem Verfall an der Eurex ein stiller Konsens zwischen den Handelsteilnehmern über den Preis am Freitag um 13:00 Uhr. Größere Preisänderungen werden schlicht gemieden. Natürlich habe ich auch Aussnahmen von dieser Pseudoregel gesehen.
Was hat sich auf der Nachrichtenseite abgespielt? Darüber berichtete ich immer wieder. US Zahlen waren eher durchwachsen: steigende Arbeitslosigkeit, eher steigende Preise. Es gibt aber Lichtblicke: die Stimmungsindikatoren in den USA hellen sich auf, z.B. heute. Lagerbestände steigen , was auf ev. auf den abnehmenden Inflationsdruck hindeutet. Überhaupt zeigt sich die US Börse immer weniger beeindruckt von den schlechten Nachrichten…
Ist die erste Phase der US-Krise wirklich ausgestanden…?
Auf jeden Fall für den deutschen Markt würde ich noch lange keine Entwarnung geben. Der Bruch des Märztiefs bedeutet für mich auf jeden Fall einen neuen Anlauf der Baisse. Erst bei über 6800 könnte ich mich zurücklegen. Bei 6450 steht meine Ampel ev. auf Gelb.
Wo stehen wir im DAX in einer Woche. Ich rechne mit einer Schlussnotierung am Freitag, des 19.09 um 13:00 Uhr zwischen 6050 und 6350.