Besteuerung der Stillhaltergeschäfte

Als Ergänzug meines kürzlich erschienenen Artikels über Covered Calls wollte ich einiges zum hierzulande so wichtigen Thema Steuern anfügen.
Noch in den 80 Jahren galten Termingeschäfte als Glücksspiel und unterlagen deshalb keiner Besteuerung (bin mir nicht sicher ob es auch nach dem ersten Jahr galt). Heute müssen Gewinne aus Käufen und Verkäufen von Optionen und Futures genauso behandelt werden wie die vom Aktienhandel. Sie gehören deswegen in die Anlage/Rubrik Veräußerungsgeschäfte bei dr Steuererklärung.

Etwas anders sieht es dagegen bei den Stillhaltergeschäften aus. Hier wird bekanntlich sofort nach Geschäftsabschluss die Prämie eingenommen. Dementsprechend sind diese Handlungen unter „Sonstige Einnahmen“ ( oder heisst es „Einnahmen aus Leistung“ ?) zu erfassen. Da gelten also keine Halbjahreshaltefristen u.ä. Die Vereinnahmung der Prämie ist quasi ein Nebeneinkommen, für die dieselben Gesetze gelten wie etwa beim Nebenjob als Briefträger, Hausmeister oder Nachwächter. Was tun aber, wenn man am Ende der Periode die Option erheblich teurer zurückkaufen musste. Schwacher Trost- die Rückkauf-Kosten können Sie als Werbungskosten zusammen mit Transaktions- und Depogebühren steuerlich absetzen.