Eines der schönsten Gedichte, für mich zumindest, der Moderne habe ich im Sammelwerk des verstorbenen Papstes Johannes Pauls des II gefunden. Es spiegelt meinen Werdegang im Börsengeschäft bis zum heutigen Erfolg gut wider.
Papst Johannes Paul II.:
Die Quelle
Die Waldbucht senkt sich herab
im Rhythmus sprudelnder Bergbäche …
Willst du die Quelle finden,
musst du hinaufsteigen, immer weiter
gegen den Strom.
Bahne dir den Weg, suche, gib nicht auf,
du weißt ja, hier muss sie sein, irgendwo hier ‑
Quelle, wo bist du? Wo bist du, Quelle?
Stille … Bach im Walde, Wildbach du,
enthülle mir das Geheimnis
deines Anfangs!
(Stille ‑ Warum schweigst du?
Wie sorgsam hast du es verborgen,
das Geheimnis deines Anfangs.)
Lass mich die Lippen benetzen
mit Wasser aus der Quelle,
die Frische spüren,
die Leben spendende Frische.
(Aus: Römisches Triptychon. Meditationen. Freiburg: Herder Verlag.)
