Einschätzung für den 08.08.2007

Taktisch bin ich immer noch auf der Longseite. Gestern gelang es mir, die Position am Tiefstpunkt bei 7473 zu verdoppeln. Zum Handelsschluss ( CFD 22:00 Uhr) nahm ich wieder Hälfte des Gewinns mit.

Fundamental sieht es nicht  gut aus, von der ausgebliebenen Zinserhöhung abgesehen.

Hier die Zusammenfassung nach Deutsche Bank:

Die Fed hat bei ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 5,25%

belassen. In der dazugehörigen Presseerklärung erläuterte sie, dass ein nachhaltiger Rückgang der

Kerninflation noch nicht erreicht sei und hält somit, wegen der anhaltenden Inflationsgefahr, vorangetrieben

durch das hohe Niveau der Kapazitätsauslastung, weiterhin an ihrem „Tightening Bias“ fest. Außerdem geht

die Fed in ihrem Hauptszenario künftig von einem moderaten Wachstum des US-BIPs aus, welches vom

soliden Wachstum der Beschäftigung und der Einkommen sowie einer robusten Weltwirtschaft unterstützt

wird. Allerdings hat die Fed konzediert, dass die volatilen Finanzmärkte der letzten Wochen und die

Probleme am Kreditmarkt die Abwärtsrisiken für das US Wachstum vergrößert haben, nachdem es seit der

letzten Sitzung im Juni eine Reihe von schwachen Daten aus dem US-Immobiliensektor sowie Hinweise

dafür, dass die Schwäche dort nun auch langsam auf andere Sektoren übergreift, gab. Außerdem deuten

erste Anzeichen darauf hin, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt entspannen könnte.

Nachdem am Montag bereits die Industrieproduktion in Italien überraschend zurückgegangen war,

enttäuschten auch die gestern veröffentlichten Zahlen für Deutschland auf ganzer Linie. So fiel die

Industrieproduktion im Juni um 0,4% gg. Vm. (DB: +0,7%, Konsens: +0,6% gg. Vm.) und konnte damit nicht

an den starken Zuwachs vom Mai (+1,9% gg. Vm.) anknüpfen. Dabei sank der Ausstoß im verarbeitenden

Gewerbe um 0,5% gg. Vm. Hier trugen sowohl die Investitions- als auch die Konsumgüter zum Rückgang

bei (-0,9% bzw. -2,5% gg. Vm.). Die Produktion im Bausektor ging ebenfalls zurück (-2,1% gg. Vm.).

Lediglich im Energiesektor konnte ein Zuwachs erzielt werden (+2,2% gg. Vm.). Auf Quartalssicht bedeutet

dies, dass die Industrieproduktion in Q2 nur um 0,1% gg. Vq. zulegen konnte. Dabei stieg der Ausstoß im

Energiesektor und im verarbeitenden Gewerbe (+5,7% bzw. +0,2% gg. Vq.) wohingegen dieser im

Bausektor deutlich um 8,8% gg. Vq. nachgab (Q1: +2,7% gg. Vq.).

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