10.000 € in drei Tagen

Ja, so viel wäre es gewesen, wenn ich die Anzeige meines Indikators befolgt hätte. Nebenbei erwähnt müsste des gehandelte Instrument nicht CFD sondern DAX Future sein.

Ich habe bereits am Wochenanfang über die Korrektur-Tendenzen in meinem Trading-Blog berichtet. In den darauf folgenden Tagen habe ich immer wieder kleine Gewinne mitgenommen.  Gestern zeigte mein semi-automatisches Handelssystem das Ende der Shortwelle an. Knappe 400 Punkte Gewinn waren zu gewinnen, vor Steuern und Gebühren. Bei mir sind es letzten Endes  weniger als 200 geworden.

Warum verdammt bin ich so feige??!!! Warum setze ich einfach ein Risiko von sagen wir 1000 € fest und schaue gelassen der wunderbaren Geldvermehrung zu. Wahrscheinlich bräuchte ich nicht mehr zu arbeiten, zumindest nicht als Angestellter. Zwar habe ich einen spannenden und nicht schlecht bezahlten Job , bin aber eben nur ein Angestellter, oder ein moderner Sklave, wie mein 9-jähriger Sohn neulich zu sagen pflegt. Ich schwöre ich habe es ihm nicht gesagt.

Was fasziniert mich am Trader-Beruf, wenn die Einnahmen so großen Schwankungen unterliegen und die Risiken letzten Endes groß sind und mich wohl zum Schluß ausbluten lassen. Sind aber die Risiken im „normalen“ Angestelltenleben anders. Ich behaupte , nein:

1. Das Hauptrisiko ist die Ausbildung, also Investition in das Humankapital, siehe die FAZ am letzten Samstag.

2. Das Risiko, entlassen zu werden, ist alle Arbeitgebern gemein. Außer dem einjährigen Bezug des ALG gibt es dann keine Vorteile gegenüber dem Freiberufler.

3. Die finanzielle Sicherheit, die angeblich zum Beispiel ein Großunternehmen gibt, ist eine Ilusion! Man verdient zu wenig, um sogar nach 20 Jahren vom Ersparten leben zu können, auch als leitender Angestellter. Klar, die Händler in Großbanken, die Spitzenmanager in DAX-Unternhemen habe es doch besser, oder? Gut, ihr Risikoprofil ist aber mit dem eines Beruf-Traders und nicht des klassischen Angestellten vergleichbar. Hier schliesst sich der Kreis.

Ich gehe also weiter meinen fast religiösen Weg in die finanzielle Unabhängigkeit und lasse alle an diesem Anstieg teil haben.

Geld ist schliesslich nicht Gott und verdient nicht, als Tabuthema behandelt zu werden. Hoffentlich gelingt es mir, das Geld zu entzaubern

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