Durch Zufall bin ich auf einen Bericht im Internet gestoßen, in welchem über das Put/Call – Verhältnis bei der Deutsche Bank-Aktie diskutiert wurde.
Zwar ist die Interpretation des P/C-Ration im Artikel nicht korrekt, dennoch weckte es mein Interesse, weil dort Eurex-Händler zitiert werden. Zurzeit liegt das Put/Call-Ration bei über 1,5, was angeblich auf fallende Kurse hindeutet, weil die Stimmung negativ sei. So ist es nicht richtig, denn Put-Käufe können auf durch Stillhalter ausgelöst sein, und diese wetten bekanntlich auf steigende Kurse. Auch über die Stimmung sagt das Verhältnis wenig. Mit steigenden Kursen steigt meistens das Put-Call Ratio, denn viele Händler auf eine Wende wetten. Und umgekehrt.
Aber sei’s um den Artikel. Ich schaute mir die Eurex-Daten genauer an und fand etwas sehr Merkwürdiges. Die Zahl open interests (OI) ist für mich sehr wichtig, denn sie sagt aus, wo die meisten offenen Position zurzeit schlummern. In der Regel rechnen die Börsianer mit Unterstützungen oder Widerständen in der Gegend der höchsten OI.
Nun fiel mir auf, dass bei der DBK seit dem 18.12.2013 eine sehr hohe Anzahl von offenen Puts beim Strike 33 existiert.
Offensichtlich, wie der Link unten zeigt, wurde am 18.12.2013 sein großer Deal durchgeführt, in dem Verkaufsoptionen auf über 3,3 Millionen Deutsche Bank Aktien gehandelt wurden!
Zwei Fragen drängen sich auf.
War das Geschäft durch einen Stillhalter initiiert? Es wäre denkbar. Wie im Chart unten sichtbar, lag die Aktie der Deutschen Bank am 18.12.2013 an ihrem vorläufigen Minimum. Danach stieg sie fast nur noch an.
Oder hat tatsächlich jemand auf fallende Aktie gesetzt und geht davon aus, dass der starke Kursrückgang innerhalb der kommenden zwei Wochen passiert.
In beiden Fällen kann es sich entweder um einen Insider oder einen Zocker handeln. Der Letztere wäre aber bereits ausgestiegen, wenn er die Puts gekauft hätte. Denn seitdem fiel die Prämie von 0,21 auf 0,06. Der Stillhalter machte also ein gutes Geschäft.
Wer war das? Es gab im Dezember keine meldepflichtigen Geschäfte bei der Deutschen Bank.
Die ersten Unternehmenszahlen werden Ende Januar vorgelegt, also nach dem Verfall.
War es also doch ein zockender Stillhalter, der kurzentschlossen seiner Frau ein Weihnachtsgeschenk im Wert von über 150.000 Euro machen wollte?
Ist dieser Spieler untern meinen Lesern, dann bitte um eine Rückmeldung!
Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

