DAX – keine Korrektur ohne Volatilität

Alle sprechen inzwischen von Aktienmärkten. Die FAZ am Samstag hat zum ersten Mal seit Jahren eine Aktienanlage als die beste Altersvorsorge empfohlen. Und die Analystenempfehlungen lauten inzwischen nur noch „Kaufen“ oder „Übergewichten“.  Dennoch täuscht sich vermutlich jeder, der daraus einen Kontraindikator ableitet. Denn so weit ist es noch nicht. Zu viele schauen noch so lange zu, bis sie ganz sicher sind, dass jetzt nichts Schlimmes passieren kann. Und, wie ich im letzten Beitrag geschrieben habe, es kann noch lange dauern. Bestenfalls ist jetzt nur eine kleine Korrektur zu erwarten, ein Strohfeuer.

Ich wollte auf ein anderes Phänomen hinweisen. Die implizite Volatilitä steht bei 12%, so tief wie nur zwei Mal in den letzten 20 Jahren: 1996 und 2005. In beiden Fällen fing sie danach an, zu steigen, begleitet durch den haussierenden Markt. Irgendwann war sie ausreichend hoch, um bei schlechten Nachrichten einen Kurssturz zu begünstigen. Wir wissen, 1997 und 2007 ging es los.

Was jetzt kommt, weiß keiner, dennoch kann ich davon ausgehen, dass die Vola nicht weiter fallen wird, denn die historische liegt inzwischen unter 7%. Fällt sie weiter, steht sie dann bald bei Null, heißt es gibt keine Veränderung mehr, und jegliche Kursbewegung des DAX lediglich durch die Dividenden getrieben wird. Interessante Vorstellung. Wie würden dann Optionen gepreist? Wenn ich keine signifikante Veränderung innerhalb der Optionsperiode erwarte, dann sollten die OTM – Optionen  nichts mehr kosten, es sie denn es wird eine Dividende gezahlt.

Kommt es so weit? Nun, die Volatilität ist zum DAX korreliert. Wie im Chart unten sichtbar schwankt sie zwischen -0,4 und -1. Minus eins bedeutet, DAX und seine Volatilität bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen. Im Moment ist die Korrelation ziemlich hoch. Wenn sie anfängt zu fallen, dann ist das wahrscheinlichste Szenario: DAX fällt und Vola steigt. Oder umgekehrt.  So oder so, sieht es im Moment nicht alltäglich aus.

Wie reagiere ich auf diesen Markt als Optionshändler. Es gibt viele Alternative. Die einfachste ist der Kauf von Call und Put mit langer Laufzeit. Sie ist aber die teuerste.

Ich empfehle immer Kombinationsgeschäfte. Mehr können Sie im Rahmen einer Coaching-Session direkt bei mir erfahren Details auf Anfrage und in früheren Beiträgen im Blog.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten