Ich habe keine andere Wahl. Im Rahmen des laufenden Tests meines Positionstrading-Systems publiziere ich laufend die Signale. So zum Beispiel unter www.sharewise.de und dann News.
Mein Positionstrading-System ist auf Basis der historischen Daten bewährt. Dennoch befallen mich immer wieder Zweifel. So liegt inzwischen ein dreifaches Kaufsignal mit einem Stopp-Loss bei 6269 für morgen vor. Die Position kann auch unabhängig vom Stopp – Loss um 17:30 Uhr geschlossen werden, wenn eine gewisse Chartkonstellation vorliegt.
Das System erfordert eine recht hohe Stressresistenz und eine dicke Kapitalausstattung. Deshalb arbeite ich immer intensiver an der Intradayversion. Von der fraktalen Struktur der Märkte ausgehend habe ich es halt auf kurze Zeiträume übertragen und schliesse die Position dann generell um 17:30 Uhr. Damit kann ich beser schlafen und Schlaf ist für die richtigen Entscheidungen wichtig!
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Hallo Adrian,
DJI über 230 Punkte im Minus. Öl ist noch nicht besonders stark gestiegen. Sorge um Finanzwerte: LEH -11%, WB -8%, FNM -13%, FE -23%.
Ich glaube der DAX wird morgen knapp über 6300 eröffnen und dann (in Abhängigkeit von Asien oder weiteren pos./neg. Nachrichten) zumindest noch 30 – 100 Punkte tiefer gehen, wie es jetzt ja schon mehrmals passiert ist.
Ich glaube, daß persönliches Handeln (eingreifen) im Augenblick erfolgreicher wäre. Aber was ist der große Vorteil eines automat. Handelssystems: es erfordert keine persönliche Zeit und Energie. Also, ich bin schon neugierig, wie’s weitergeht. Und natürlich würde ich gerne jetzt schon wissen, wo der DAX Ende nächster Woche wirklich steht. Es scheint so zu sein, daß es jetzt zwischen 6400 und 6200 hin und her pendelt, bis die Entscheidung für eine Richtung fällt.
Schöne Gruesse, Christian
Hallo Christian,
das System ist mit den Daten seit 1992 getestet und hat verschiedene Phasen „überlebt“. Natürlich sollte jeder für sich entscheiden, wann aus der Position raus gehen. Das betone ich auch immer.Es gibt hierfür verschiedene Ansätze z.B. 1,5% des Kapitals beim Trade.
Wahrscheinlich wird dieses Long zum Verlustgeschäft. Aber seien wir uns ehrlich. Haben doch nicht alle nach dem gestrigen Sturz einen noch kräftigeren Rückfall heute im DAX erwartet? Im Moment steht der DAX bei 6320.
gruss
Adrian.
Hallo Adrian,
ja ich stimme zu, so schlecht läuft es nicht. Ich denke das Problem ist, wenn eine sehr schlechte Nachricht kommt. Ein Handelssystem bewertet diese Nachricht erst aufgrund des folgenden Marktverhaltens der Anleger, also etwas spät. Aber vielleicht kann man Wege finden auch solche Indikatoren einfließen zu lassen.
Gruesse, Christian
Hallo Christian,
da muss ich Dir leicht widersprechen. Die Nachrichten bewegen die Märkte. Aber eine und dieselbe Nachricht kann den Markt nach oben nach unten oder gar nicht bewegen, egel ob sie den Erwartungen entsprach oder nicht. Wichtig ist die Reaktion des Marktes, sprich der ganzen geldgierigen und verängstigte Menge der Börsenspieler auf die Nachricht. Und diese Reaktion variiert oder ändert sich immer wieder. Ich bin der Auffassung diese potenzielle Reaktion in den Preisen/Kursen ablesen zu können.
Um es bildlich zu beschreiben. Stell Dir vor , Du bist schlecht ausgeschlafen, hattest Streit mit Deiner Frau, Kinder wollenDich nur abzocken und die Geliebte droht mit weiteren Forderungen. Darüber wird die Beförderung verschoben auf das nächste Jahr.
Und dann fährt ein Drängler hinter Dir und überholt Dich gefährlich von rechts. Wie reagierst Du dann und wie wenn all die Voraussetzungten davor nicht vorgelegen hätten???
gruss
ag
Hallo Adrian,
Da hast Du recht. In meiner Vorstellung eines einfachen Modells hatte ich immer irgendwie ein Ursache Wirkung Prinzip oder ein Modell mit wichtigen wirtschaftlichen Parametern als Eingangsgrößen etc…. Auf der anderen Seite hatte ich schon oft das Gefühl, daß selbst die Wechselwirkung eines einfachen kleinen Spielers eine Auswirkung auf den Markt hat. Du hattest das ja einmal erwähnt, als Du punktgenau ausgestoppt wurdest. Ist mir selbst auch schon oft passiert, es kann Zufall sein, aber ich glaube das nicht. Somit kann es einen Unterschied machen ob man Orders vorab (vor der Handelszeit oder längerfristig) oder spontan absetzt. Liesse sich vielleicht so erklären: Große und mächtige Marktteilnehmer versuchen einfach ihr gesamtes Geschäft zu optimieren, bzw. andere Marktteilnehmer sehen ja diese Orders im Orderbuch.
Also ist ein chaotisches Modell für die Börse vielleicht doch das beste? Wie war das mit den Fraktalen?
Gruesse, Christian
Hallo Christian,
ein sehr interessanter Ansatz- kleine Ursache z.B. mein größerer Future Verkauf nach 21:30 Uhr kann u.U. einen schnellen Kursrutsch verursachen. Dann wäre es tatsächlich chaos. Leider ist es auch in dieser Beziehung nicht eindeutig. Es gibt diverse paramater, die den „Chaosgrad“ bestimmen. Ich habe mich zeitweise damit beschäftigt, verwendete allerdings keine Intradaydaten. Wie erwartet schwankt die chaotische Komponente von Monat zu Monat, von Woche zur Woche. In bestimmten Phasen also geht doch weit weniger chaotisch zu. Wir sind also beim Eingang angelangt- was nützt mir die Vergangeheit, wenn ich nicht weiss, wann das Chaos wieder eintritt. Ist das System robust, dann kommt keine große Wirkung zustande…
Zu Fraktalen schreibe ich mal später.