Nun erwarte ich eine Erholung. Wie stark diese ausfallen wird und vor allem wann sie beginnt, darüber kann man immer noch nur spekulieren.
Ich muss mich etwas demütig zeigen und zugeben, dass der Markt sich allem Anschein nach von einer Bullen- in die Bärengestalt verwandelte,
um die Umgangssprache der Börsenstammtische zu benutzen. Wir sind seit Anfang des Jahres in einer Baisse. Das Reaktionsverhalten
des Marktes ist anders als noch vor ein paar Monaten. Bei Unsicherheit geht es erst einmal nach unten. Das ist die dominierende Trendrichtung.
Das heisst, auf fallende Kurse setzen macht zu jedem Zeitpunkt einen Sinn. Noch sinnvoller ist es, Calls zu verkaufen, wenn der Markt sich kurzfristig erholt.
Also bei guten Nchrichten verkaufen!
Und jetzt zur momentanen Situation. Wir haben bald Eurex -Verfall und deshalb mit großer Unsicherheit zu rechnen ist. Danach , ab nächster
Woche könnte es etwas ruhiger zugehen und vor
allem aufwärts. Der Anstieg dürfte zuerst bis auf 6260 reichen, im Extremfall 6770. Wie gesagt ich bleibe zurückhaltend, der Markt
hat noch einige Überraschungen zu bieten. Die Erholung könnte bereits morgen einsetzen und zuerst sehr stark verlaufen. Nach solchen
Stürzen wie heute habe ich es oft erlebt. Und danach langsam aber stetig nach oben, bis einige Shorties wieder weggepfegt sind.
Interessant ist die Tatsache, dass die 6000 Marke offenbar als eine sog. Unterstützung in Erscheinung getreten ist. Das heisst, ausser dieser
charttechnischen Information lagen keine anderen relevanten Impulse vor. Weder die Finanzkrise noch der schlechte ZEW Stand
Der ZEW Konjunkturindex für Deutschland notiert im Juli bei -63,9. Erwartet wurde der Index mit -55,0 bis -57,0. Im Monat zuvor hatte er noch bei
-52,4 gelegen. Den historische Mittelwert des Konjunkturindikators gibt das ZEW mit 28,8 Punkten an. Die aktuelle konjunkturelle Lage
Deutschlands hat sich nach Angaben des ZEW auf 17,0 Zähler verringert von noch 37,6 im Monat zuvor.
Die Konjunkturerwartung für die Eurozone verschlechterte sich zum Vormonat um 11,0 Zähler und notiert im Berichtsmonat bei nun -63,7 Punkten.
Die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verliert 11,2 Zähler auf nunmehr -3,3 Punkte.
Somit hat sofort die Nachfrage angezogen. Ob die 6000 Marke eine ähnliche Leidensgeschichte verlaufen wird, wie die 7000 , das wird sich
noch zeigen. Denkbar ist es.
Mein System schloss heute zum Handelsende die Shortposition eingegangen bei 6250. Über Longpositionen denke ich
erst nächste Woche nach. Shorts sind auf jeden Fall unter dem heutigen Tief angesagt.
Meine Stillhaltergeschäfte in ODAX Optionen entwickeln sich gut. Am Freitag werde ich zusätzlich einen ausführlicheren Bericht darüber
schreiben.
Welche Aktie dauerhaft zu den Gewinnern gehört, weiß niemand.
Es ist nicht vorhersehbar, ob zum Beispiel die VW-Aktie die nächsten 20 Jahre erneut ein Überflieger im Dax ist oder die Commerzbank wieder am Ende der Performance-Liste steht. Für Anleger heißt dies: Risiken marktbreit streuen! Dabei können sie unter anderem auf die Selbstreinigungskräfte des Marktes vertrauen.
Der stete Ausleseprozess sorgt dafür, dass sich Aktiengesellschaften immer wieder von neuem anstrengen und verbessern müssen, wollen sie nicht von erfolgreicheren Gesellschaften aus dem prestigeträchtigen Dax-Index verdrängt werden. Die Deutsche Börse AG überprüft in regelmäßigen Abständen an Hand bestimmter Kennzahlen die Attraktivität der Aktien. Entspricht eine Aktie nicht mehr den Kriterien, fällt sie aus dem Index und wird durch eine neue, erfolgreiche Gesellschaft ersetzt – dies verleiht dem Dax in aller Regel neues Aufwärtspotential.
Nutznießer des Marktmechanismus sind Käufer von Aktienfonds. Sie erhalten ein breit gefächertes Portfolio mit aussichtsreichen Aktien. Fonds, die zum Beispiel vorwiegend in Dax-Aktien investieren, gehören zu den renditestärksten Geldanlagen. Wer zum Daxstart 1988 Geld in einen erfolgreichen Daxfonds investiert hätte, besäße heute ein üppiges Vermögen. Die Manager vieler Fondsgesellschaften schafften mit Dax-Werten sehr gute Ergebnisse.
Sorry, der Link war nicht korrekt. Hier nochmal.