Die schlimmste Rezession seit den Dreißigern

So behauptet zumindest die Deutsche Bank.  Nach deren Studie sinkt demnächst  das globale  Wachstum  auf den niedrigsten Stand seit den Dreißigern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586392,00.html

Die Wirtschaft des Euroraums stehe demnach erstmal vor eine Rezession.  Es ist unglaublich, noch vor einem Jahr boomte die Weltwirtschaft. Ich kann mich an einer Prognose des Joachim Goldberg von cognitrend.de zum Jahresende erinnern. Dabei sprach er von DAX-Ständen um 9000 im Laufe 2008. Lagen wieder mal alle falsch?

Am meisten bin ich sauer, dass ich einfach  im Dezember nicht einen langlaufenden Put an der Eurex für z.B. 1000 € gakauft habe. Damals kostete so viel der Juniverfall eines am Geld liegenden Puts. Heute zahlen Sie 1000 Euro für eine Option die in drei Wochen verfällt. Jetzt wäre diese Option ca. 15.000 wert. ICh hätte ein sehr begrenztes Risiko und könnte mich jetzt schlicht zurücklehnen.

Lange Rede, jetzt müsste man sterngenommen auf das Gegenteil setzen. Also Calls kaufen, die noch lange laufen. Und absichern am besten durch Verkauf  eines anderen Call mit niedrigerem Basispreis.

Ob ich es tue , warte ich noch ab.

Ich staune über die Gelassenheit, mit der die sog. Privatanleger der Krise begegnen. Man hört nie, dass jemand mit Verlust Aktienpositionen aufgelöst hätte. Dieser Optimismus ist eigentlich ein negativer Indikator. Hingegen stimmen mich die Untergangsszenarien immer positiver ein. Nun ist vom Untergang des Kapitalismus und dem Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems die Rede. Auch wenn ich es mir vielleicht manchmal wünschen würde, halte ich diese Prognosen für utopisch. Egal was passiert, der Mensch wird sich treu bleiben. Das System danach wird den gleichen Grundregeln folgen: Es gibt Gewinner und Verlierer, und 80% vereinnahmen 20% des Volksvermögens. Außerdem wird auch in dem „neuen“ System Tausch -Handel geben.

Jedenfalls

Veröffentlicht von Option_Basil

Investieren

Ein Kommentar zu “Die schlimmste Rezession seit den Dreißigern

  1. Hallo Adrian,

    Viele Leute haben die kommenden Probleme schon länger vorhergesagt, aber das Timing war nicht immer ganz korrekt. In den Medien und auch von Bankenseite wurden die Probleme dann erst sehr spät öffentlich angesprochen.
    Möglicherweise kann man den Abfall an den Börsen heute vor allem in diesem Zusammenhang erklären:
    http://de.finance.yahoo.com/currency/convert?from=USD&to=JPY&amt=1&t=5d

    Ich fürchte, viele Privatanleger sind sich der Konsequenzen zuwenig bewußt, wenn sie jetzt Geld verlieren. Viele leben in der Hoffnung oder dem Glauben, die alten Kurse werden zurückkehren. Ich fürchte, das werden sie so schnell nicht.

    Ich habe zum Beispiel lange auf diesen Absturz gewartet, und dann fast die Geduld verloren, und auch dann als es kam, nicht mit der Heftigkeit gerechnet. Ich hatte bis Oktober fast immer auf Short gesetzt und dann (leider 5 Tage zu früh) begonnen zusätzlich zu den Shortpositionen langsam auch Aktien (als Longpositionen) einzukaufen. Es war mir zu riskant nur auf Derivate zu setzen, aufgrund der Bonität der Emitenten. Man verdient dann Geld mit der Volatilität (das kennst Du sicher viel besser…). Also, jene Gewinne die ich seit Jahresanfang mit den Shorts verdient habe, sind jetzt wieder um 50% reduziert worden und ich würde mir endlich das Reversal wünschen…

    Aber generell: Auch aus den Währungsverschiebungen im Zeitablauf kann man die großen Probleme im finanzsystem ablesen: $/€, $/Yen, $/CHF

    Schoene Gruesse, Christian

Hinterlasse eine Antwort zu Christian Antwort abbrechen

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten