Hilfe, ich verhungere!

Allmählich nervt mich die jetzige Situation an den Börsen. Wie Ihr wisst, sind Optionsgeschäfte meine Leidenschaft, der ich schon seit Jahren nachgehe. Mit Stillhaltergeschäften habe ich in den letzten jahren viel Geld gemacht. Das ging natürlich solange gut, wie lange die Vola sich in Grenzen hielt. Eine monatliche Handelsspanne im DAX von 200 Punkten ( entspricht Vola = 16%) war in den Jahren 2004-2007 keine Seltenheit. Unter solchen Bedingungen waren Optionsverkäufe eine Goldgrube. Die Optionspreise waren zwar niedrig, dafür die Wahrschenlichkeit ihrer Vereinnahmung sehr hoch.

Und jetzt? Die Vola steht seit Wochen bei über 60% mit sehr wechselhafter Tendenz, d.h. morgen kann es 80% werden. Damit sind Schwankungen von 1000 Punkten im Monat fast die Regel. Dies ruiniert jede Spread-Taktik, egal wie ich mich abzusichern versuche.

Was im Moment zu funktionieren scheint, ist ein konsequentes Setzen auf die Fortsetzung der Baisse. Ich warte eine Erholung ab und verkaufe  Calls, nehme dann den Gewinn und warte wieder ab usw.

Veröffentlicht von Option_Basil

Investieren

3 Kommentare zu „Hilfe, ich verhungere!

  1. Hallo Adrian,
    Ja, ich sehe es… Gestern noch dachte ich, daß Du mit Deiner Prognose für heute falsch liegen könntest… aber es war mehr ein Bauchgefühl.
    Ich habe begonnen (leider 1 Woche vor dem Tief am 10. Oktober) von Short auf Long zu setzen, d.h. vor allem in Aktien zu investieren. In den Aktien (IIA, IEA, KTCG, OERL, NT, OCNW, CSIQ, TSL, IFX, AIG, GM; SW und CGY hatte ich wieder abverkauft) bin ich nicht überall optimal investiert, d.h. ich versuche daher zu handeln, kaufe also an Tiefpunkten nach, und verkaufe an Höchstpunkten. Parallel kaufe ich Short Zetifikate oder den dbx Short DAX tracker, wenn die Indizes wieder nahe den Höchstständen sind.
    Mein Short Anteil im Gesamtbudget ist jedoch auf etwa 15% geschrumpft. Diesen Anteil versuche ich zur Absicherung beizubehalten. Die Überlegung ist folgende: Wenn die Indizes (entgegen den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen) stark steigen sollten, dann kann ich durch die Gewinne ja wieder weiter oben in Short einsteigen. Ich gewinne damit vor allem gut durch die Volatilität. Anfangs hatte ich zum Teil versucht das Spiel durch Zertifikate Short und Long gleichzeitig zu machen. Allerdings ist mir das durch die Bonität der Banken zu gefährlich geworden, und bin vor allem deshalb auf Aktien umgeschwenkt.
    Aber ich sehe das auch so: es kann zur Zeit alles passieren. Es könnte morgen nochmals langsamer steigen und dann nächste Woche der große Absturz kommen. Möglicherweise wissen aber manche Marktteilnehmer schon mehr, was beim G20 Treffen entschieden werden könnte…

    Interessant ist auch folgendes: Obwohl viele Medien die negativen Schlagzeilen immer mehr ausschlachten und unter die Masse bringen (die Kleinanleger beginnen vielleicht erst jetzt alles zu verkaufen) sind andere schon ganz anders positioniert und meinen, daß der Markt bereits dreht. Smartinvestor hat geschrieben im Musterdepot bereits zu mehr als 90% Long (in Aktien) positioniert zu sein. Es gibt Werte, die auch wenn der DAX noch unter 3000 fällt nicht mehr den gleichen prozentuellen Anteil fallen werden.

    Zu meinen Aktien: eigentlich ein Sammelsurium, wahrsch. nicht sehr krisenfest. Aber, ich kenne mich bei Technologiewerten einfach besser aus…
    Interessant auch: Die Solarwerte sind zum Glück sehr volatil. Ein guter Indikator dabei ist Öl. Öl ist nahe einem Tiefpunkt und wird volatil bleiben, und so daher auch die guten Solarwerte…

    Und wichtig: Ich lese weiterhin sehr gerne Deine Kommentare, sehr oft hast Du recht behalten!

    Gruesse, Christain

  2. Hallo Chrsitian,

    danke für das Lob. ICh versuche leider auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Anfangs kümmerte ich mich nur um das Positionssystem. Dieses ist trendfolgend und zeigt historisch eine sehr gute Performance. Irendwann wurde es mir langeweilig und ich fing an, am Intradaysystem zu arbeiten. Ich glaubte auch nicht so richtig an den trendfolgendenden Ansatz. Ich war im Unrecht. Der Positionsansatz scheint weiterhin gute Performance zu liefern, was ich mit den täglichen Siganel zu belegen versuche.
    Inzwischen habe ich auch die ersten Intraday Ansätze, die laufen. Und nebenbei handle ich die Optionen. Dieses Geschäft fahre ich im Moment nur auf Sparflamme und wie Du versuche ich die Schwankungen auszunutzen. Mir fehlt langsam die Zeit. Aber Aktien will ich nicht handeln. Erstens bringen sie wenig Rendite. Zweitens sind sie wie die Menschen unberechenbar. OK, ich habe auch CBK gut im Gewinn, DBK, GIL, DWS Strategie Deutschland Fonds und en paar Leichen…

    Das eine Erholung ansteht, liegt quasi auf der Hand. Die Frage ist nur, wann setzt sie ein? Vielleicht erst nach dem Eurex-Verfall. Vergesse aber nicht, der große Absurz, der wohl nicht kommen wird, ist auch nicht ganz ausgeschlossen. Wir haben in diesem jahr bereits drei Mal die 6 fache Standdardabweichung in der Rendite gesehen…

    Viele Grüße
    Adrian

  3. Hallo Adrian,
    Das viele Handeln kostet mir momentan auch sehr viel Zeit und ich werde das aufgrund meines Berufes und Familienlebens wieder deutlich reduzieren muessen. Die Idee war, bei den Aktienwerten durch den Handel auf einen guten Einkaufskurs zu kommen und dann einen Großteil mit Gewinn wieder zu verkaufen. Einen kleinen günstig eingekauften Rest je Aktienwert möchte ich dann aber im Depot belassen.

    Schoene Gruesse und viel Erfolg fuer diese Woche!
    Christian

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