Rohöl und die „heiss gelaufene“ Spekulation

Über Rohstoffe schreibe ich nicht viel. Zum einen tummeln sich in diesem Markt genügend echte und Möchtegernespekulanten. Darüber ist zu Genüge in diversen Portalen zu lesen. Der Rohstoffmarkt ist im Vergleich zum Devisen- oder Aktienmarkt überschaubarer, deshalb bemühen sich schon seit Jahrhunderten sehr vermögende risikobereite Spekulanten, das Geschäft zu kontrollieren. Das führt zu Verzerrungen. Silber ist hier ein klassisches Beispiel.

Zum anderen oder auch gerade deswegen kann der Rohstoffmarkt sehr illiquide sein.

Aber lange Rede, Rohstoffe sind zur Zeit sehr angesagt und ich nahm mir an diesem Wochenede vor, darüber etwas mehr zu erfahren.

Vor ein paar Wochen schrieb ich zur Korrelation Euro/Rohöl den folgenden Artikel

https://basili.wordpress.com/?s=roh%C3%B6l

Ich bemerkte, dass die Korrelation durchaus wellenförmig verläuft dennoch auf die künftige Preisentwicklung nur sehr bedingte Aussage erlaubt.

Nun aber ist eine charttechnische Situation eingetreten, wo eine Prognose ev. leichter ist. Die Korrelation steht zur Zeit knapp unter Null. Es liegt daran, dass der Euro nachgegeben hat, der Ölpreis aber nicht. Historisch gesehen, führte es fast immer zum Nachziehen des Ölpreises. Das heisst banal ausgedrückt, der Ölpreis ist etwas zu heiss gelaufen und wird nachgeben.

Längerfristig bleibe ich bei meiner vor langer Zeit gemachten Prognose, dass unter 91 € keine Veranlassung besteht, auf nicht mehr steigenden Ölpreis zu setzen. Dort verläuft nämlich die Fibonacci-Minimalkorrektur. Zur Zeit steht der Ölpreis bei 70 €.

Sollte es trotzdem zu einer Korrektur kommen, dann wird sie wohl den Preis auf 57-60 € drücken.

Wie kann ich von dieser Entwicklung profitieren? Ich will an dieser Stelle keine Zertifikate empfehlen. Eher CFDs auf Öl handelbar zum Beispiel bei RBS. Aber es ist insofern ein schwieriges Geschäft, da die Umsätze doch ziemlich dünn sind und man von dem Market Maker schnell abgezockt wird. Dann lieber keinen Stopp-Loss setzten und sich ev. woanders absichern, entweder durch Optionen oder indem man quasi ständig vor dem Rechner sitzt.  Aber bitte keine offenen Orders ins Orderbuch stellen. Ich trade über CFDs im Moment fast nur noch den X-DAX und das noch nie über die Nacht.

Interessant wäre aus meiner Sicht auch ein Fonds wie etwa von DWS Bric(A0DP7S). Dieser enthält Aktien aus Brasilien, Russland, Indien und China. Nun ist es meines Erachtens etwas zu spät. Man hätte im März einsteigen sollen, als die Fondsanteile 105 Euro kosteten und  nicht jetzt nachdem der Preis um mehr als 50% zugelegt hat.

Oder Aktien wie EON. Die habe ich selbst im Depot allerdings abgesichert mit Optionen, Dann Royal Dutch oder andere Ölunternehmen.

Fazit: Im Öl ist noch viel Musik drin! Bis der Preis 91 € überschritten hat, kann man bullisch bleiben. Kurzfristig ( 1-10 Tage) kann es durchaus zu einer Korrektur kommen, die einen Anlass zum Kauf bieten wird.

Oel

Veröffentlicht von Option_Basil

Investieren

Ein Kommentar zu “Rohöl und die „heiss gelaufene“ Spekulation

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