Das Problem ist mit dem eines sich am Schwanz beissenden Hundes zu vergleichen. Man gründet einen Gesundheitsfonds, damit die seltener kranken die häufigeren Praxisbesucher bezuschussen können und gleichzeitig erhöht man die Ärztehonorare. Danach wundert sich man, dass der Fonds nicht ausreicht, man stockt ihn deshalb auf durch Beitragserhöhung. Darauf folgen neue Forderungen der Ärzte naach mehr Geld, denen man nachkommt und wundert sich wieder, dass der Fonds zu knapp bemessen ist Und so weiter.
Lieber Staat, solange ein niedergelassener Arzt 200.000 € im Jahr verdient bzw im Schnitt 142.000 € kann es auf Dauer nicht funktionieren. Zu den Zahlen finden Sie hier mehr Details.
http://www.ksta.de/html/artikel/1250084265387.shtml
140.000 verdient ein Bereichsleiter eines DAX-Konzerns mit 60 Wochenstunden, Verantwortung für Hunderte Mitarbeiter und permanentem Stress mit Konkurenten, Kunden, Lieferanten, Vorgesetzten, Investoren. Ausserdem muss er Jahr für Jahr den Bonus, der ja 30% von dem Betrag ausmachen könnte, begründen, warum dieser ihm noch zusteht. Was davon trifft beim Arzt zu?
Neulich war ich beim Arzt wegen meiner Erkältung, zum ersten Mal seit 3 Jahren. Das Gespräch dauerte 3 Minuten und obwohl die Erkältung offensichtlich auskuriert war, bekam ich ein Antibiotikum verschrieben, welches ich natürlich nicht kaufte. Ich schaffte es, drei Fragen zu stellen, wobei die letzte bereits auf dem Flur…