Während ich mit langeweiligen Aktien wie Deutsche Post, Lufthansa, EON und der inzwischen fast spießig gewordenen Infineonaktie auf ein paar Euro Gewinn warte, machen wieder mal die anderen die große Kohle. Eine Spekulationsblase its meiner Aufmerksamkeit völlig entgangen. Die Aixtronaktie hat seit Anfang März bereits 30% zugelegt. Seit März 2009 hat sich diese Aktie versiebenfacht. Ein klassisches Beispiel übrigens, wie durchlässig die Insidermauern in Unternehmen sind und wie der Herdentrieb an der Börse zum Tragen kommt.
Aufgrund überraschend guter Bilanzzahlen, + 95% mehr Gewinn, folgten Empfehlungen der Analysten, dann der Run der Instis (=institutionelle Anleger) und schliesslich kamen auch die Privatanleger, wobei sich der Ruhm der Aktie durch Mundpropaganda sehr schnell verbreitete.
Bemerkenswert ist aber die Tatsache, dass die Aktie schon seit März 2009 stark steigt, und die richtig guten Zahlen kamen erst vor kurzem
Wie auch immer, es macht keinen Sinn, die Aktie charttechnisch zu analysieren (s. Chart m.f.G. von http://www.tradesignalonline.com). Vernüftige Korrekturen wird es im hysterischen Markt nicht geben.
Aber man kann Analogien zu anderen Kurshistorien ziehen. Beispiel zum Gildemeister. Zwischen Sommer 2006 und Herbst 2007 hat sich die Aktie fast verfünffacht von 5 auf fast 24 €. Und das in einer Branche, die nicht gerade sehr sexy ist, von den erneuerbaren – Energieträumen mal abgesehen. Gut, die Firma hat gutes Geld verdient. Aber ein Anstieg in dieser Größenordung war reine Übertreibung. Auf den Anstieg folgte der Sturz um mehr als 70% , danach eine heftige Erholung und erneuter Rückgang bis auf die Werte unter 5€. Seitdem gelten scheinar wieder die Gesetze der Charttechnik für die Gildemeisteraktie. Die heisse Luft ist jedenfalls erst einmal raus.
Wird die Aixtronaktie dieses Schicksal erleiden? Wahrscheinlich ist es, ja es ist sogar bombensicher, dass die Aktie um viele Prozentpunkte fallen wird. Die Frage ist nur, wann. Die Gildemeisteraktie stürzte faktisch korreliert zum Gesamtmarkt, was diese Bewegung zusätzlich beschleunigte.
Jetzt aber haben wir eine Börsenrally, die eine solche individuelle Gegenbewegung abfedert. Noch jedenfalls tut sie das.
Jetzt aber zur Sache. Die Optionen auf Aixtron werden an der Eurex gehandelt. Eine am Geld liegende Option mit dem Verfall im April kostet ca. 0,5 €. Meine Strategie ist es, einen Straddle zu kaufen, das heisst, Put und Call zum gleichen Basispreis. Bei einer heftigeren Bewegung bis zum 16.04 ( kleiner Verfall) ist die Chance sehr hoch, viel Geld zu verdienen. Das Risiko ist auf den Einsatz begrenzt. Noch besser ist es, langfristigere Optionen zu wählen. Dies wird dann aber teurer und ich wende dann meist komplexere Strategien an, mit denen ich die Prämie durch Stillhaltergeschäfte wieder gewinne. Aber das ist ein Thema für eine andere Diskussion.

Hallo Herr Dr. Gohla,
die Scheine für die Wette müssen gut gewählt sein…
Wenn möglich mailen Sie mir bitte die betreffenden Kennummern.
Viele Grüße!
Hallo,
ich handle seit Jahren keine Scheine sondern echte Optionen an der Eurex.
Gruss
Adrian