Auch ich lasse mich durch die momentane Euphorie mitreissen. Ja, man macht die Augen zu und schaut auf die Kurse und deren Schwankunsgbreite. Diese Kenngrößen sagen eindeutig die Fortsetzung des Aufwärtstrends voraus.
Ich will nicht aus den vorliegenden Wirtschaftsnachrichten auf die künftige Entwicklung schliessen. Letzten Endes entscheidet die allgemeine Erwartungshaltung über die Perspektiven. Oder anders ausgedrückt- wenn keine Panik herrscht, dann fragen sich viele hauptamtliche Investoren aber auch die Privatanleger, wohin mit dem vielen Geld. Die Zinsen sind aller inflationären Schwarzmalerei zum Trotz seit Jahren im Keller, egal wie es mit der Wirtschaft steht.
Alternativen zu Aktien gibt es also kaum. Auf der anderen Seite wird immer mehr in Aktien investiert. Ob es ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm oder Stock-Option Plan, welchen heute fast jedes DAX-Unternehmen anbietet, oder eine in Aktien angelegte Direktversicherung ist, bleibt dahin gestellt.
So viel zu den naiven Ansichten eines Möchtegernewirtschaftsbloggers. Wenden wir uns jetzt den bekannten Fakten zu und betrachten den deutschen Markt aus rein spielerisch-grafischen Perspektive, die auch Charttechnik genannt wird. Ich habe vor Wochen geschrieben, dass das Kursziel im DAX die Marke 6400 ist. Auf dem Weg dorthin befinden wir uns im Moment. In der kommenden Woche haben wir den kleinen Verfall an der Euerx. Bis dann wird es wohl weiter steigen. Die Anzahl der Skeptiker wird bis dann weiter abgenommen haben und ab nächster Woche könnte es wieder abwärts gehen.
Zwar liegt uns ein schöner Aufwärtstrend vor, jedoch gibt es einen Indikator- den MACD, der eine andere Sprache spricht, s. den angehängen Chart ( m.f.G. von http://www.tradesignalonline.com).
Der MACD besteht aus zwei gleitenden Durchschnitten. Mehr dazu unter http://www.tradesignalonline.com/Lexicon/Default.aspx?name=MACD+(MACD)
von tradesignal.com.
Dieser Indikator wechselt relativ selten die Richtung. Dann aber behält er sie länger.
Im Moment steht der MACD knapp unter den Höchstpunkten der letzten fünf Jahre, die seit Jahren fast immer zu Wendepunkten im DAX wurden. Noch könnte es etwas steigen aber sobald 130 in der Vergangenheit erreicht sind, ging es fast immer bergab, mal mehr mal weniger. Es muss jetzt nicht genauso ablaufen. Die Geschichte wird sich aber widerholen. Da ist sicher. Es gibt natürlich noch eine letzte Variante, dass der MACD nicht mehr weiter steigt, sondern bleibt auf jetzigem Niveau. So etwas hatten wir 2007 und es ging dann noch lange nach oben. Dennoch ein erstes Warnzeichen ist es aus meiner Sicht schon.
Oder ist meine zunehmende Skepsis nur ein Beweis, dass wir eine Rally haben… 🙂
