So behautptet zumindest Dr. Jens Ehrhardt in der FTD
Die Redseligkeit dieses von mir sehr geschätzten Fonds-Managers ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, nicht aber sein Fachwissen und das nachweislich richtige Gespür für langfrsitige Markttrends.
Mit Neigung zur Übertreibung schildert er Prognosen, die oft zutreffen.
Um so erschreckender erscheint mir seine mehrfach wiederholte Aussage, der EURO wäre nun am Ende.
Wie auch immer, er steigt in europäische Aktien ein. Ich muss es nicht tun, ich bin bereits über verschiedene Optionsstrategien investiert. Und es macht auch mal Spass, eine Änderung um fast 20% zu sehen.
Mein DAX-System DAX daily, welches das Positionstrading auf risikoneutraler Basis betreibt, sprang heute morgen gleich von short (Verkauf ) auf long ( Kauf) . Die Shortposition hätte 180 Punkte eingebracht. Mein Handelssystem funktioniert also weiterhin im Gegensatz zu dem angeblich sehr lukrativen Hoch Frequence Trading, welches am 6.05 zu einem Intraday – Crash an der Wall Street geführt haben soll. Die anfägliche Erklärung mit dem Vertippen als Ursache des damals kurzfristigen Dow Jones Sturzes um fast 10% wurde schnell verworfen. Vieles deutet eher darauf hin, dass das das Algo Trading, High Frequency Trading oder Robotic Stock Trading hier die Hauptschuld tragen. Ich will mich dazu nicht äussern. Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass der Computerhandel die einizige Ursache war, sondern dass er den Sturz eher beschleunigt hat. Der Markt ähnelt immer mehr einem klassischen instabilen Gleichgewicht aus der Physik.
Hier ein paar Artikel dazu.
http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1429
http://online.wsj.com/article/SB124908601669298293.html
Eine interessante Zusammenstellung zum Thema Algo-Trading finden Sie im blicklog.
Wie geht es weiter?
Gut, heute wurde lediglich die veränderte Nachrichtenlage eingepreist. Wenn man die DAX-Historie betrachtet, dann sind leider alle Szenarien denkbar. Ich selbst habe in den letzten Jahren meist Folgende Folgereaktionen des Marktes auf einen so starken Kursanstieg gesehen:
Nach kurzem Zögern folgte in der Regel am Tag 2 ein weiterer Anstieg,
Jetzt sind aber folgende Varianten möglich
1. Eine kleine Korrektur, auf die wieder ein Anstieg folgte. Insgesamt ist die Volatilität gesunken und der Markt ging zu sanften Anstieg über
2. Die Vola blieb hoch. Zuerst kam eine kleine Korrektur, die jedoch schnell an Fahrt gewann und der Markt befand sich bereits nach drei Tagen dort, wo er vorher gewesen war- im volatilen Abwärtstrend.
Das heisst, beobachtet die Vola.
Charttechnisch ( mf.G. http://www.tradesignalonline.com) kann man auch viel spekulieren. Steigt der Index auf über 6084, dann geht es weiter auf 6400. Fällt der DAX unter die Tiefs von letzter Woche, dann sind wir schnell bei 5400.
