Algorithmic Trading (Intrasecond-Trading) = eine Job Maschine

Ein Trend, der eigentlich längst erkannt werden konnte, ist erst jetzt nach dem autoamtisierten Börsencrash an der Wall Street am 6.05.2010 sichtbar geworden. Mir ist schon längst aufgefallen, dass die Bankenbranche seit wenigen Jahren erneut nach technisch-orientierten Mitarbeitern sucht.  Jedenfalls viele aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind nach der Flaute 2003-2005 wieder als Programmierer, Web-Entwickler sehr gefragt. Es ist auf den ersten Blick kaum erklärlich, denn die Banken haben nach der Boomphase 1995-2002 massiv rein technische Tätigkeiten entweder in Servicegesellschaften ausgelagert, oft ins Ausland („smart sourcing“) bzw. überstandardisiert und damit faktisch das Spezialistentum abgeschafft. Gefragt waren lange Zeit nur sog. IT-Businessanalysten (nicht zu verwechseln mit echten Börsenanalysten, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge analysieren)- Mitarbeiter mit Schnittstellenaufgaben, die sowohl das Fachliche als auch die  technische Seite  beherrschten. Diese Entwicklung war nachvollziehbar und gehörte zur langfristigen Strategie der Banken.

Und plötzlich werden wieder Techis ( oder Tekis?) im Fachjargon Fuzies genannt (fuzzy logic) auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Zusätzlich melden Investmentbanken trotz Überregulierung und einer Flaute an den Börsen Gewinne.

Diesmal sind es wohl kaum die Zertifikate sondern offensichtlich andere lukrative Strategien wie  der  sehr kurzfristige Handel an den Kapitalmärkten. Ich denke dabei nicht an den langweiligen Intradayhandel. Mit diesem kann man auf Dauer nur Geld verlieren. Ich weiss, viele gewinnen. Denen ein herzlichen Glückwunsch. Auf Dauer verlieren auch sie, wenn sie nicht rechtzeitig aussteigen.  Beim Intradaytrading habe ich normalerweise keinen Informationsvorsprung gegenüber den Mitbewerbern. Warum sollte ich denn gewinnen? Ich kaufe, der andere verkauft. Beide können doch nicht recht haben, oder? Es sei denn, dass der andere mehr weiß als  ich. Dies ist offenbar kurzfristig möglich. Entscheidend ist der rechtzeitige Einblick in das Orderbuch, noch bevor seine Änderungen für die anderen Marktteilnehmer sichtbar werden.  Ich nannte diese Art vom Börsenhandel Intrasecond-Trading, da die Positionslebensdauer weniger als eine Sekunde beträgt. Hier steckt wahrscheinlich der goldene Esel der Banken.

Mehr über das automatische Trading unter

http://www.automatedtrader.net/

http://de.wikipedia.org/wiki/Automatisierter_Handel

Wie auch immer, diese Mathodologie bedarf einer rasanten Verarbeitungstechnologie. Und diese Technologie braucht Köpfe.

Geben Sie in Suchprogramme Algo Trading Jobs ein, dann finden Sie 576.000 Einträge.

Der Bedarf steigt seit vier Jahren permanent an. Hier zum Beispiel die Entwicklung inUK.

http://www.itjobswatch.co.uk/jobs/uk/algorithmic%20trading.do

Scheinbar dominieren angelsächsische Lokationen. In Frankfurt findet man kaum Angebote. Was aber nur heisst, dass es erst kommen könnte…

Im Übrigen natürlich kann man an der Börse Geld machen, auch ohne Wissensvorsprung. Wenn man zum richtigen Zeitpunkt in profitable Unternehmen investiert, nicht sofort verkauft und nach einiger Zeit glauben andere Marktteilnehmer dass das Unternemhen weiter profitabel bleiben wird.

Oder wenn man wie ich eine bewährte Optionsstrategie fährt. Aber das ist eine andere Gescchichte…

Veröffentlicht von Option_Basil

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