Robot Trader & eine Kurzanleitung zum Austricksen eines Market Makers

Um dem Thema Automatisches Trading treu zu bleiben, während die anderen Blogger pausieren sowie aus aktuellem Anlass wollte ich es noch mal kurze rläutern, wie man zum Beispiel als Market Maker im Besitz einer leistunsgfähigen Software in der Lage ist, die Provatinvestoren abzuzocken. Ausserden kenne ich eine einfache Methode, mit wenig liquiden Aktien, das Spiel umzudrehen und den Market Maker quasi auszutricksen, indem man die Unflexibilität seiner Handelssysteme zum eigenen Vorteil ausnutzt.

Hier noch mal der Artikel aus Risknet.de

Wie das Spiel mit dem Hochfrequenz-Handel funktioniert?

Bevor eine Order für eine bestimmte Aktie in den Markt gestellt und damit für jeden potentiellen Verkäufer bzw. Käufer  verfügbar wird, routen Börsen, wie die NASDAQ solche Aufträge für Bruchteile von Sekunden zunächst an ihre Mitglieder. Erst wenn die Order nicht ausgeführt werden kann, wird sie der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

> Aber zuvor kommen die Robot-Trader ins Spiel: Durch eine schnelle Abfolge von IOC-Orders (immediate or cancel)  über nur die Mindesthandelsgröße loten sie die Limitpreise von Käufern oder Verkäufern aus.

> Das geht so: Angenommen ein Investor möchte eine größere Anzahl einer weniger liquiden Aktie kaufen. Er  setzt ein Limit von 12,20 während die aktuellen Geld-Briefspanne im Markt bei 12,10 – 12,12 liegt. Dieses Limit ist nicht im Orderbuch sichtbar. Bevor eine solche Kundenorder an dem Markt geht, haben die Market Maker der Börse die Gelegenheit die Order auszuführen. Die Computer sind so programmiert, dass sie zunächst eine IOC-Verkauforder über 100 Aktien zu 12,14 lancieren. Der Zusatz IOC bedeutet, die Order muss sofort (immediate) ganz oder teilweise ausgeführt werden können; oder sie wird gelöscht (cancel).  Angenommen die Order kann zu 12,14 ausgeführt werden. Jetzt wird die nächste IOC-Verkauf-Order mit 12,15 erzeugt. Auch Sie wird ausgeführt. Dann folgt 12,16… 12,17…12,18… 12,19… 12,20 und bei 12,21 schließlich erhält der Computer das Signal: ORDER CANCELLED.  Alles spielt sich in weniger als einer Sekunde ab.

Jetzt kennt der Market Maker das Limit des Käufers und führt den größten Teil der Order mit dem Limit von 12,20 aus.

> Ohne diesen kleinen Informationsvorsprungs des Market Makers wäre die Order für den Käufer mit hoher Wahrscheinlichkeit zu besseren Kursen abgewickelt worden.

Alles klar?

In diesem Beispiel vom Risknet ging es darum, sich an das Limit heranzutasten, ohne die gesamte Order auszuführen, bzw. noch bevor die Order sichtbar wird.

Als Privatanleger kann man aber dieselbe Idee umzusetzen, ohne sehr schnelle Software zu besitzen. Man dreht den Spiess um und

Nehmen wir eine wenig liquide Aktie, wo nicht viel passiert. Die Geld-Brief Kurse werden nur vom Market Maker quotiert.

So steht also für die Aktie XYZ im Orderbuch 100 9,0  10 ,0  100    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Ich gebe eine Kauforder mit 1 Stück zu 10 ein. Die Order wird ausgeführt und nun steht im Orderbuch 100 9,5 10,5 100. Das Spiel wiederhole ich noch ein paar Mal und wenn der Kurs bei 100 14,0 15,00 100 steht , dann verkaufe ich plötzlich 100 zu 14.00 .

Der Punkt ist natürlich zu wissen, wie die Software tickt und ob der Market Maker ein Volumenlimit eingestellt hat..


Veröffentlicht von Option_Basil

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