Die Nervosität ist wieder da. Die implizite Volatilität steht bei knapp unter 30%. Was bedeutet das?
Wenn wir an die kommenden zwei Wochen denken, die uns vom Großen Verfall and er Eurex trennen, dann kann sich der DAX in diesem Zeitraum mit einer Standardabweichung um plus minus 300 ( 5% der logarithmischen Rendite) Punkte vom jetzigen Wert entfernen. Wahrscheinlich auch viel mehr.
Hinzu kommt die Tatsache, dass der Index neben hohen Schwankungen auch eine Art Abwärtskanal aufgebaut hat. Wie man im angehängten Chart sieht (mit freundlicher Genehmigung von http://www.tradesignalonline.com) sieht, verläuft die untere Begrenzung des Kanals bei 5550 und die obere bei 6100.
Erstaunlich ist die Naivität der öffentlich publizierenden Analysten. Schauen wir uns http://www.derivatecheck.de an. Gestern Mittag stand dort:
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DAX-Future zeigt Stärke
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Dow Jones in der Aufwärtsbewegung
Die HSCB sieht sogar
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DAX, Rückeroberung des Haussetrends
terminmarktservice.de fragt sich
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DAX-Future, Anstieg über 6.190er Marke?
Man muss aber sagen, die meisten Analysten haben im Vorfeld auf die Arbeitsmarktdaten aus den USA verwiesen. Diese sind zwar neutral ausgefallen ( Quote 9,7 besser als erwartet) dennoch die um 70.000 geringere Anzahl der neuen Stellen kam nicht gut an und das nahmen die Bären zum Anlass, um weiter auf fallende Kurse zu wetten, gelungen im Übrigen.
Mit einer realistischen Einschätzung der realen Wirtschaft hat es wenig zu tun, kann aber die Realwirtschaft beeinflussen. Frei nach dem Motto- gestern Spanien, heute US-Daten, vorgestern Euro und überhaupt.
Charttechnisch bleibe ich bei meiner Erwartung der Normalkorrektur nach Fibonacci bei unter 5000 als Kursziel für die nächsten Monate. Wie lange dafür der DAX zwischen 5600 und 6100 pendeln muss, bleibt abzuwarten.
