Zuerst ein paar Infos aus der vergangenen Woche:
FRANKFURT (Dow Jones)–Der nachbörsliche Handel mit deutschen Aktien ist am Freitag sehr ruhig verlaufen, wie ein Händler berichtete. Wie fast jeden Freitagabend sei nichts los gewesen. Im großen und ganzen habe der Markt seit 17.30 Uhr stagniert, zumal auch aus den USA keine Impulse gekommen seien. Auffällige Bewegungen in Einzelwerten sehen ebenfalls nicht beobachtet worden.
22.00 Uhr 17.35 Uhr Veränderung XDAX* 6.109 -0,0% XETRA-Schluss DAX 6.110
Somit hat der DAX, der am Montag mit 6326 in den Handel gestartet ist, fast 217 Punkte abgegeben.
Und wie waren die Meinungen der Analysten und Charttechniker im Laufe der Woche:
Es began noch zurückhaltend:
Ein paar Analysen und Kommenatre aus http://www.derivatecheck.de:
Montag
DZ Bank
DAX, wichtige Widerstandszone nicht überwunden
Manche waren noch relativ optimistisch
09.08.10
, JRC
DAX-Future, gut unterstützt
Am 10.08 war man sich nicht einig.
10.08.10
, HSBC Trinkaus & Burkhardt
DAX tritt auf der Stelle
Am 11.08 lag man ziemlich daneben, wie oft, wenn der US-Markt nach 17:30 Uhr gut läuft, glauben viele, in EU-Land geht es dann am nächsten Tag aufwärts.
11.08.10
, IG Markets
DAX, Chance auf Fortsetzung des Anstiegs
Dann wurde man doch skeptisch
12.08.10
, trading-notes
DAX-Future, Ende der Abwärtsbewegung?
13.08.10
, DZ BANK
DAX, Kursrückschlagsrisiko
Da fragt man sich, wozu etwas schreiben- Jeder sieht was passiert und mehr wissen die Analysten offenbar auch nicht.
Hier noch mal die letzte Woche aus fundamentaler Sicht
Auf den Punkt gebracht:
Europa:
Die Industrieproduktion inder
Eurozone ist im Juni auf Monatssicht
überraschend um 0,1 Prozent gesunken.
Volkswirte hatten dagegen
einen kleinen Anstieg vorausgesagt.
Griechische Wirtschaft schrumpft weiter
Griechenlands Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer
tiefen Rezession. Im 2. Quartal dieses Jahres sank
das Bruttoinlandsprodukt des Landes um 1,5 Prozent
gegenüber dem Vorquartal. Analysten hatten dagegen
mit einem Rückgang von lediglich 1 Prozent gerechnet.
Bereits in den beiden Quartalen davor war die griechische
Wirtschaft um jeweils 0,8 Prozent geschrumpft.
Derweil schnellte die Arbeitslosigkeit im Mai um 43
Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach oben. Damit
erreichte die Erwerbslosenquote mit 12 Prozent den
höchsten Stand seit Beginn der Erhebung der Statistik
2004. EU und IWF erwarten einen weiteren Anstieg auf
15 Prozent aufgrund der dauerhaft schlechten wirtschaftlichen
Lage.
Arbeitslosigkeit junger Menschen steigt
Weltweit bewegt sich die Arbeitslosigkeit bei den 15-
bis 24-Jährigen auf den höchsten Stand seit dem Zweiten
Weltkrieg zu. Laut einer Untersuchung der UNArbeitsorganisation
ILO werden bis Ende 2010 mehr
als 13 Prozent dieser Altersgruppe keinen Job haben –
das sind ungefähr 81 Mio. Menschen. Die Organisation
warnt, dass dies zu erhöhter Kriminalität und Gewalt
führen könnte. Auch im kommenden Jahr werde sich
die Situation für viele der Betroffenen nicht ändern.
Seit Ausbruch der Krise Ende 2007 ist die Zahl der Arbeitsplätze
für Berufsanfänger und junge Erwachsene
rapide gesunken. Bis Ende 2009 erreichte der Anteil aller
potenziell erwerbsfähigen jungen Menschen ohne
Arbeit 17,7 Prozent – 4,6 Prozentpunkte mehr als noch
im Vorjahr.
USA
Weiterhin nichts Gutes vom USArbeitsmarkt:
Die Zahl der wöchentlichen
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
stieg auf 484.000. Analysten hatten
einen Rückgang auf 465.000 erwartet.