Die heutige Lektüre der Tagespresse hat mich endgültig zum Boykott des Profifußballs animiert.
Ich habe mich eigentlich auf die Spiele der Eintracht gefreut. Nun aber bin ich aufgeklärter.
Zwischen 100.000- und 600.000 € im Monat für einen Kicker, der oft keine drei zuzsammenhängenden Sätze von sich geben kann, das ist mir schlicht zu viel. Nein, es hat nichts mit persönlichem Neid zu tun. Ich bin mit meinen Einnahmen zufrieden. Im Profisport geht es auch ums Geld. OK, aber irgendwo liegen die Grenzen. Wo stehen wir in 10 Jahren ? Da wird es heissen:
„Die Arbeitgeberverbände fordern eine weitere Reduktion des Jahresurlaubs von 10 auf 8,5 Tage. Desweiteren wird nach weiteren Erleichterungen bei Auswanderung nach China gefordert.“
Und nebenbei lese ich, dass irgendein Fußballer für 1,75 Milliarden verkauft worden ist und sein Salär bei 333 Millionen läge.
Was sind die Uraschen dieser kranken Verteilung der Einkommen in unserer Gesellschaft? Wahrscheinlich wir selbst. Wir sind zu homogen, folgen einem Trend und setzen auf Träume. Wir glauben, wenn andere es tun, dann kann es nicht falsch sein.
So auch mit der Ersatzreligion- dem Profifußball. Hier fühlt man sich offenbar besser mit dem Gefühl einem kollektiven Wahn zu folgen. Die breite Masse zahlt und ein paar kassieren.
Diese breite Masse sorgt für die extraorbitanten Gehälter in der Branche. Und natürlich das lobbyistische System selbst.
Was haben diese Einnahmen mit den typischen Merkmalen einer sehr gut bezahlten Tätigkeit zu tun?
1. Viel Einsatz. Bitte? Die meisten Hobbyläufer und Kraftsportler tun es viel intensiver und zahlen npch dafür.
2. Risiko. Welches? Dieses haben vielleicht Kleinunternehmer aber nicht Fußballer
3. Einmalige Qualifikation. Darüber kann man streiten. Sie spielen vielleicht besser als andere aber sie hatten auch vor allem viel mehr Glück.
Ich finanziere diese Branche jedenfalls nicht mehr und deshalb bleibt mein Fernseher heute Nachmittag still.
Hier ein kleienr Auszug aus der heutigen Ausgabe der „Bild“ zu dem Thema.
