Wie gut die Algo-Fonds performen

Destruktiv sollte man nicht sein. Auch als Blogger nicht. Konstruktiv schreiben ist aber schwer . So oder anders bleibt mir nichts anders übrig. 🙂

Ich bin stets auf der Suche nach neuen Investmentideen. Und ich schaue mir gerne die neuen Produkte an. Meine Erfahrung ist – je komplizierter desto schlechter. Die besten Produkte sind einfach gestrickt und am besten ist es, diese direkt selbst zu kaufen und zu managen, anstatt sie dem Verwalter zu überlassen.

Seit Jahren verfolge ich mit wechselnder Intensität das Thema „Automatisiertes Trading“. Ich muss zugeben, bis jetzt habe ich nie einen Fond oder anderes strukturiertes Produkt gefunden, welches automatisierte Handelssysteme verwendet und den Investoren stets eine gute Jahresrendite bringen würde. Dabei umhüllt das Algotrading eine Wolke des Geheimnisvollen. es wird immer wieder betont, wie erfolgreich die automatisierten Strategien sind. In der Tat erfährt man wenig über die verwendeten Algorithmen aus der Presse oder Veröffentlichungen.

In einem guten Artikel über ein Buch aus der Ökonophysik bringt es der Autor auf den Punkt.

http://www.unifr.ch/econophysics/book/show/id/120

Zitat:

„The world of quantitative strategy development is highly secretive, and most funds zealously protect their intellectual property by having their employees sign non‐compete agreements. Therefore, anyone looking for insights into the strategies themselves might feel a bit disappointed, as the author offers nary a glimpse of the crown jewels. That is expected, but for some reason even the chapters on risk management barely scratch the surface“

 

Es ist auch nicht einfach, durch eigene Recherche, das Regelwerk , nach welchem der Fond investiert, zu ermitteln. Oft wird die Investmentstrategie unter dubiosen Namen wie total, return, alpha, in seltensten Fällen quant verklausuliert.

Ich fand ein paar Beispiele von Qunat bzw. Algofonds. Eins will ich kurz vorstellen.

Neuerdings bin ich auf einen Artikel in Wiwi gestossen.

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/computerhandel-die-strategien-des-algo-trading/5156088.html

Hier wurde unter anderem auf Lupus Alpha und deren Fonds NeuroBayes hingewiesen.

 

Der Fonds nutzt einen quantitativen Ansatz unter Einbeziehung der Neuronalen Netze. Angeblich stecken 20 Personenjahre in der Entwicklung des Tools NeuroBayes ( Quelle http://www.lupusalpha.de).

Die bisherige Performance ist jedoch bescheiden, wie man in http://www.fondsweb.de sehen kann.

http://www.fondsweb.de/LU0476941322-Lupus-alpha-NeuroBayes-Invest-D

Magere -1,72 seit Auflage und gerade mal 1,32 seit einem Jahr. Hinzu kommen noch 5% Ausgabeaufschlag, diverse Gebühren unter anderem 20% Performance-Fee.  Und nicht zuletzt die Mindestanlage 25.000 €. Wer sich darauf einlässt, ist selbst schuld. Ich will Cash sehen und da ist es mir völlig egal, wie intelligent das Regelwerk ist.

OK, das war nur ein Stammtischspruch. Aber es fällt immer wieder auf, wie schwer sich sogar kapitalstarke Investoren tun, Geld zu verdienen.

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