Berichtssaison-Arbitrage mit deutschen Aktienoptionen

Optionshändler konzentrieren sich auf Nischen. Es ist eine Binsenweisheit, leider wird sie selten zitiert. Ich habe mich über das letzte Wochenende im Buchmarkt bei der Suche nach geeigneter Urlaubslektüre umgeschaut und stellte erneut fest, dass ich an meinem Buch weiter arbeiten sollte. Über deutsche Aktienoptionen – mein Thema, existiert so gut wie gar nichts. Und der US-amerikanische Markt beschäftigt sich mit sich selbst. Aber wer will schon Optionen auf Kaffee – Futures handeln???

Ein deutscher Anleger, der sein Vermögen schützen und gewinnbringend verwalten will, ist also auf die wenigen Bücher angewiesen, die alles über Optionen sagen, bloß das nicht, wie man sie vernünftig einsetzt. Und er ist natürlich auch auf mein noch zu schreibendes Werk ebenso angewiesen. J

Faktisch sucht sich jeder Händler eigenes Terrain. Es gibt deshalb Händler, insbesondere in den USA, die auf die Unternehmenszahlen warten. Und kurz davor werden sie aktiv. Denn je nach Aktie sind die Erwartungen des Marktes an die Kursveränderung der Aktie nicht selten hoch. Die implizite Volatilität, die wir aus den gehandelten Optionen ableiten, steigt und der Kurs verändert sich trotzdem kaum. Nach der Veröffentlichung der Zahlen geht die Vola wieder zurück, egal in welcher Richtung sich der Kurs bewegt. Somit sind die letzten Tage vor den Zahlen eine gute Gelegenheit, Arbitrage-Geschäfte zu machen. Wie? Nun es hängt von vielen Faktoren und eigener Erfahrung ab.

Es ist nicht trivial aber möglich, ohne viel Risiko. Wenn jemanden Fragen hat, oder auch eigene Erfahrungen mitteilen will, stehe ich gerne (und kostenlos) zur Verfügung. Bei individuellen Fragen und Anfragen helfe ich ebenfalls als Coach weiter.

Zu verdeutlichen der Berichtssaison-Arbitrage ein Beispiel unten. Die Lufthansa berichtet am 31.07. und wir sehen in der Kursliste (Tradestation von IB), dass die implizite Volatilität der Augustoptionen mittlerweile ca. 30% beträgt. Die anderen Serien, etwa im Dezember, sind da weit weniger volatil und die historische Vola liegt ohnehin unter 26%.

Auch die Deutsche Bank berichtet diese Woche und deren IV ist inzwischen auch angestiegen.

LHA

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