Jetzt Vola handeln aber richtig

Nun scheint der erste Schreck verfolgen zu sein. Die Ängste um den Fortbestand der menschlichen Rasse, begründet durch das weltweit größte Waffenarsenal in Russland, rücken in den Hintergrund.

Viele haben sich mit dem dauerhaften Kriegszustand in der Ukraine abgefunden. Das gab es schon öfter in der Geschichte.Afghanistan wäre ein gutes Beispiel. Auch dort marschierte damals die Sowjetunion ein, kämpfte viele Jahre und verließ ein Trümmerfeld, ohne eine Atombombe.

Die Konsequenzen waren aber verheerend. Osama und 09/11 gehören u. a. dazu.

Und jetzt? Glaubt wirklich jemand, dass die Millionen Gefürchtete bald zurückkehren werden? Wobei ein dauerhafter Verleib der ukrainischer Flüchtlinge hätte eher positive Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft. Trotz der mit eingeschleusten Verbrechern, die auch dieses Mal die Grenze passieren.

Meine Einschätzung ist wie folgt. Genauso wie Corona und früher 9/11 wird uns das Thema Krieg im Osten noch lange begleiten. Das bedeutet immer wieder neue Sprünge der impliziten Volatilität mit einem schnellen Rückgang, sobald eine neue bedrohliche Nachricht die Märkte erreicht hat. Ich kann mich an die Jahre 2001-2002 erinnern. Ich saß damals im Handelsraum eine Großbank. Sobald irgendeine Kurznachricht auf dem Bildschirm erschien, die irgendetwas mit dem Flugverkehr zu tun hatte, brach beinahe Panik aus. „Notlandung“ wg. technischer Schwierigkeiten, oder eine Verrückter droht die Maschine in die Luft zu sprengen und schon war der DAX 500 Punkte tiefer.

Ähnlich stelle ich mir die nahe Zukunft vor.

Jetzt aber zum DAX.

Der VDAX, der ja die aus den Indexoptionen abgeleitete implizite Volatilität verbrieft, erreichte sein Minimum im November 2021. Damals begannen die Gerüchte um den bevorstehenden Angriff Russlands. Danach steig der Index, fiel anschließend jedoch nicht unter das vorherige Tief und erreichte kurz nach dem Überfall Ende Februar sein vorläufiges Maximum bei über 40%.

Es sieht nicht so aus, dass der Markt die implizite Volatilität demnächst tiefer preisen wird. Es bleibt also ein deutlich höheres Niveau der Nervosität im Markt.

Für Optionshändler stellt sich die Frage, wie man diesen Markt handelt.

Wie ich im Video anmerkte, langfristig ist die Vola überdurchschnittlich hoch, deshalb bietet sich der Verkauf an. Stillhaltergeschäfte mit langen Laufzeiten und einer Absicherung in der richtigen Kombination sind eine Lösung.

Kurzfristig bestehen Trading-Chancen, wenn die Vola nach oben schießt. Dann und zwar nur dann sollte man die Vola verkaufen. Wie auch immer, abhängig von dem persönlichen Risikoappetit.

Alternativ kann man auch Debit-Spreads kaufen. Auch Momentum-Trading sogar im Intradaymodus kann lukrativ sein.

Wichtig ist zu verstehen, warum ich eine bestimmte Strategie einsetze.

Nicht die höhe der impliziten Volatilität informiert uns über den Vorteil im Markt, sondern die Varion Risiko Prämie ( variance risk premium). Das ist der Abstand zwischen der realisierten und impliziten Volatilität. Deiser Abstand ist zurzeit sehr klein, zum Teil negativ. Demzufolge steigt die IV, obwohl sie bereit ein deutlich höheres Niveau erreicht hat. Ansonsten ist Clustering eine typische Eigenart der Volatilität. Zu Deutsch – wenn sie schon da ist, dann dauert eine Weile, bis sie auf das Startniveau wieder gefallen ist. Im November 2021 war sie schon fast so tief wie kurz vor Corona.

Veröffentlicht von Option_Basil

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