Nach dem Verfall

Nun war es soweit, der berühmte Juni-Verfall ist auch Geschichte. Diesmal im Bärenmarkt, zum erstem Mal seit 14 Jahren. Der DAX steht 20% unter den Werten zum Jahresanfang. Die implizite Volatilität bewegt sich bei 30%, was erstaunlich ist, da offenbar ignorieren viele Börsianer die schlechten Nachrichten sowie Zinsanstiege und bleiben gelassen.

Der Depotwert hat deshalb auch etwas nachgelassen. Nur zwei Positionen haben erheblich dazu beigetragen: Eon und Siemens Energie. Dort hatte ich große Bestände in verkauften Puts. Beide mussten nach Juli gerollt werden., weil beide Aktien in wenigen Tagen mehr als 20% nachgaben. Das Rollen war einfach, weil die Septemberabsicherung sehr nache liegt und zum teil auch im Gewinn ist. Ich habe deswegen noch mehr Liquidität für die kommende Periode mit weniger Risiko. Die Chacne, dass die Positionen ins Plus drehen, sind sehr hoch. Notfalls werden sie weiter gerollt, noch tiefer. Damit wäre ich ohnehin auf der sicheren Seite. Mehr will ich nicht verraten.

Die anderen Positionen konnten entweder wertlos verfallen oder ich hatte sie vorher gerollt.

Unten ist die Positionsaufstellung. Ich habe insgesamt mehr gekaufte als verkaufte Puts. Ich bleibe meiner Strategie treu. Sie besteht weder aus Porgnosen, noch aus „Buy the dip“, noch aus reinem Black Swan Ansatz.

Ich halte einfach stets ein ausgewogenes Portfolio mit kleinem Delta und profitiere vom Rückgang des Zeitwerts.

Abgesehen davon mache ich ersteinmal nicht viel und werden die Welt vom Strand aus betrachten.