Der große Verfall brachte keine Überraschungen. Und ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass das so befürchtete Wochenende eine Erlösung bringt. Alles was kommt, scheint erwartet zu sein. Es muss etwas passieren, was nach Ungewissem riecht. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro könnte zwar ein solches Szenario bieten, aber nicht so. Dieser Austritt müsste unberechenbare Folgen also zum Beispiel weitere Problemstaaten wie Kroatien.
Wenn also es heißt am Sonntag, vier weitere Länder erwägen den Euro-Austritt, dann ziehen Sie sich warm an. Denn nur dann kann es am Montag ungemütlich werden. Wie auch immer, die potenziellen Gefahren eines solchen Ereignisses sind zumindest als zu unschädlich zu bewerten. Deshalb habe ich keine entsprechende Position aufgebaut. Wohl aber wie jeder erfahrene Optionshändler sicherte ich die Positionen ab, um den schlimmsten Fall doch noch zu verkraften.
Die heutige DAX-Juni-Schlussmarke habe ich nach dem Mai-Verfall etwa bei 10000-11200 erwartet, wie in meinem Beitrag vor einem Monat stand. Es war eine große Kursspanne, dennoch war die Prognose damals recht mutig, da der DAX klar um die 12.000 Marke kämpfte.
Für die nächsten Wochen sehe ich den DAX bei minimal 10200 und maximal 11800. Vor allem die obere Marke wird zurzeit stärker gewichtet.
Im Chart unten sehen wir, dass die 10800 Marke zu einer Art Unterstützung geworden ist. Da sie auch gleichzeitig die erste Fibonacci-Korrektur darstellt, spricht manches für den Anstieg.
Es scheint, dass alle Börsianer auf den DAX-Anstieg nur noch warten, was mich wiederum skeptisch einstimmt.
Zu meinen Positionen werde ich später ausführlicher schreiben. Viel geändert hat sich nicht. Die Junipositionen sind größtenteils wertlos verfallen. Inzwischen habe ich auf der Putseite:
Sept 15 10200 long
Juli 15 9750, 9000 long
Juli 15 10150 , 9850, 9600 short
August 15 9200 long
Die Callsseite wird noch am Montag angepasst.
Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com
