Nach dem großen Verfall am 19.06.2015

Der große Verfall brachte keine Überraschungen. Und ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass das so befürchtete Wochenende eine Erlösung bringt. Alles was kommt, scheint erwartet zu sein. Es muss etwas passieren, was nach Ungewissem riecht. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro könnte zwar ein solches Szenario bieten, aber nicht so. Dieser Austritt müsste unberechenbare Folgen also zum Beispiel weitere Problemstaaten wie Kroatien.

Wenn also es heißt am Sonntag, vier weitere Länder erwägen den Euro-Austritt, dann ziehen Sie sich warm an. Denn nur dann kann es am Montag ungemütlich werden. Wie auch immer, die potenziellen Gefahren eines solchen Ereignisses sind zumindest als zu unschädlich zu bewerten. Deshalb habe ich keine entsprechende Position aufgebaut. Wohl aber wie jeder erfahrene Optionshändler sicherte ich die Positionen ab, um den schlimmsten Fall doch noch zu verkraften.

Die heutige DAX-Juni-Schlussmarke habe ich nach dem Mai-Verfall etwa bei 10000-11200 erwartet, wie in meinem Beitrag vor einem Monat stand. Es war eine große Kursspanne, dennoch war die Prognose damals recht mutig, da der DAX klar um die 12.000 Marke kämpfte.

Für die nächsten Wochen sehe ich den DAX bei minimal 10200 und maximal 11800. Vor allem die obere Marke wird zurzeit stärker gewichtet.

Im Chart unten sehen wir, dass die 10800 Marke zu einer Art Unterstützung geworden ist. Da sie auch gleichzeitig die erste Fibonacci-Korrektur darstellt, spricht manches für den Anstieg.

Es scheint, dass alle Börsianer auf den DAX-Anstieg nur noch warten, was mich wiederum skeptisch einstimmt.

Zu meinen Positionen werde ich später ausführlicher schreiben. Viel geändert hat sich nicht. Die Junipositionen sind größtenteils wertlos verfallen. Inzwischen habe ich auf der Putseite:

Sept 15 10200 long

Juli 15 9750, 9000 long

Juli 15 10150 , 9850, 9600 short

August 15 9200 long

Die Callsseite wird noch am Montag angepasst.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

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Kommentare

  • Bananenbully  On Juni 19, 2015 at 11:41 pm

    normal hat jede größere Konsolidierung noch einen finalen Dipp der auch die Abwärtstrendlinie nach unten bricht. Dieses Ende fehlt mir irgendwie noch. Auch ist tatsächlich das Sentiment recht bullish, wobei an der Eurex viele Aktien Puts gehandelt werden, was ein bärisches Signal für den Dax bedeutet. Wenn man Griechenland retten wollte, wären wir jetzt am ATH im Dax sidn wir aber nicht, insofern zieht sich Griechenland entweder noch ein ganzen Stück hin oder wir bekommen eine schlechte Nachricht zu Griechenland und es kann danach steigen. Zumindest scheinen die Adressen, die den Markt bestimmen derzeit nicht der Meinung zu sein, Griechenland über das Wochenende zu entlasten. Ist echt spannend 🙂

    • T  On Juni 21, 2015 at 9:11 pm

      Wie jetzt? Mit Charttechnik argumentieren, aber den Bruch des Trends herbeisehnen, um dann wieder auf Fehlausbruch zu spekulieren?

      Muss sagen, dass die mittlerweile 3fache Antestung der unteren Begrenzungslinie im Abwärtstrend seit dem Jahreshoch mich zunehmend misstrauisch macht. 1x Mal -> gut. 2x Mal super. Aber 3x -> wirklich noch relevant?

      Unter dem Strich denke ich aber, dass die Griechenlandproblematik etwas über-eingepreist zu sein scheint.

      Nichts destoweniger naht sich der Makro-Zyklus einem Ende (sofern nicht bereits eingetreten), da nicht nur Schwellenländer (Südamerika, China) sondern auch die DM (USA, Japan … Europa systematisch sowieso) auf Richtung Kontraktion hindeuten.
      Der künstlich monetarisierte Aufschwung seit ’07, der nie wirklich ein Aufschwung war und weit hinter allen Historischen zurückgeblieben ist, wird in nächster Zeit sein Ende finden. Vielleicht noch bis Ende diesen Jahres, vielleicht bis in 2017 hinein. Ich würde allerdings auch nicht versuchen, gegen die Zentralbanken zu wetten… warum sollte es nicht auch in Europa (wie in Japan) Praxis werden, dass plötzlich via ETFs Aktienmärkte am leben gehalten werden.

      Im Moment scheinen mir Konstruktionen wie LongPut und ShortCall einfach attraktiver. Eine hohe IV im Angesicht relativ hoher Kursnotierungen im DAX ist sowieso extrem verführerisch für mich.

      • Adrian Gohla  On Juni 21, 2015 at 9:27 pm

        Sehe ich zum Teil ähnlich. Die Schwankungen steigen und seit Wochen verliert der Markt mehr als er nachher gewinnt. Ich würde es auf die steigenden Zinsen zurückführen bzw. auf deren Erwartung. Auch wenn die Charts eigentlich auf die Beruhigung hindeuten, die ja auch kurzfristig eitreten könnte, ist spätestens ab September Unruhe zu erwarten. An eine neue Rally kann ich nur schlecht glauben. Woher sollte diese kommen? Zinsen werden nicht niedriger und neue Märkte und Euphorie bleiben ebenfalls aus. Biotechnologie, AI, Big Data, Web 4.0 alles schon gewesen. Aktien gerade im Biotec Bereich sind um das Vielfache gstiegen. Es bedarf viel Phantasie, um noch mehr zu erwarten. Aber der große Knall wegen Griechenland wird vorerst ausfallen, das wissen wir beide. Alles Erwartete juckt die Händler also auch uns nicht. Mit Short Calls bin ich vorsichtig und verkaufe sie nur bei einer Erholung. Aber Puts und Calls bei kurzfristig niedriger IV kafen – warum nicht?

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