Eine spektakuläre Woche neigt sich dem Ende zu. Keiner konnte zwar ahnen, was die Schweizer mit ihrer Währung tun würden, aber alle schienen nur eine Antwort auf alle Ereignisse zu kennen. Aufwärts! Die angekündigten Anleihekäufe mögen wieder mal als ein verzweifelter Versuch erscheinen, marode Banken (und Staaten) zu retten, sie sind nun Realität. Und deren Ursache auch in der allgemeinen Flaute bei der Kreditvergabe liegt. Banken verdienen kaum noch an Krediten, müssen diese aber mit viel Eigenkapital absichern. Was tun sie deshalb? Ein befreundeter Risikocontroller sagte mir – „sie kaufen eine italienische oder griechische Anleihe, diese bringt mehr und ist durch die EZB gesichert“ Meine allgemeine und langfristige Einschätzung lautet – solange viel Geld auf Tagesgeldkonten liegt, werden die Märkte steigen.Erst wenn der letzte Skeptiker sich „an der Börse probiert“, ist der Zeitpunkt zum Ausstieg gekommen. zurzeit werden langsam die berufstätigen Sparer wach und überlegen… Langfristig sehe ich den DAX vielleicht in Richtung 100.000 marschieren und zwar bis 2035. Der Index verdoppelt sich etwa alle 4 Jahre, wenn man die Korrekturen herausrechnet. Es geht grundsätzlich exponentiell aufwärts. Diese Entwicklung ist nach den Korrekturen, die zwischen 2-3 Jahre dauern, noch steiler. Mittelfristig – für das laufende Jahr – kann ich noch keine Prognose abgeben. Der aktuelle Aufwärtstrend ist ungewöhnlich steil, so dass ich zuerst eine Korrektur abwarte. In meinem Depot hat es zwei Trades gegeben. Da der 10600 Call ins Geld kam, musste ich handeln, auch wenn er durch den 10800 Mar Call abgesichert ist. Im schlimmsten Fall hätte es beim nicht Handeln, eine schwarze Null gegeben. Ich wollte natürlich mehr, deshalb der Hedge. Ich kaufte gleiche Anzahl von Calls und Puts leicht aus dem Geld und mit der Laufzeit Februar. Zum einen weiß man nicht, was das Wochenende bringt, zum anderen nutzte ich gleich die Zunahme der impliziten Volatilität am Nachmittag aus. Diese Position ist im Moment im Gewinn, ich werde sie jedoch abstoßen, sobald der Index deutlich unterhalb 10600 gesunken ist. Denn eigentlich verdiene ich am meisten, wenn der DAX knapp unterhalb 10600 den Verfall erreicht hat. Man kann es jedoch nicht beeinflussen. Das andere worst case Szenario tritt ein, wenn der Index sich gar nicht bewegt und der Zeitwertverfall anfängt sich bemerkbar zu machen. Aber im Moment sehe ich die Gefahr nicht. Die Putsseite lasse ich vorerst unverändert stehen.
| Basiswert |
Call/Put |
Laufzeit |
Basispreis |
Long |
Short |
Datum Open |
|
Einstand |
GuV |
Positionsgröße |
| ODAX |
C |
FEB15 |
10.600,0000 |
0 |
x |
09.01.2015 |
EUR |
26,0 |
-1.232,00 |
-1.362,00 |
| ODAX |
C |
FEB15 |
10.800,0000 |
x |
0 |
23.01.2015 |
EUR |
140,0 |
124,50 |
824,50 |
| ODAX |
C |
MAR15 |
10.800,0000 |
x |
0 |
02.01.2015 |
EUR |
43,5 |
1.066,50 |
1.284,00 |
| ODAX |
P |
FEB15 |
10.200,0000 |
x |
0 |
23.01.2015 |
EUR |
100,0 |
-13,00 |
487,00 |
| ODAX |
P |
MAR15 |
7.600,0000 |
0 |
x |
06.01.2015 |
EUR |
50,0 |
211,00 |
-39,00 |
| ODAX |
P |
MAR15 |
7.800,0000 |
x |
0 |
02.01.2015 |
EUR |
42,0 |
-162,00 |
48,00 |
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