Das lange Warten auf die Bewegung in den Märkten könnte endlich zu Ende sein. Seit Tagen liegt die Schwankungsbreite des DAXes bei ca. 40 Punkten und die Schlusskurse fast genau bei den Eröffnungskursen liegen. Eine kaum zu ertragende Unentschlossenheit und das Warten. Auf was? Nun haben sich einige große Investoren von Aktien längst verabschiedet. Daytrader, Hedgefonds bewegen die Kurse. Und sie alle wollen nicht die letzten sein, die auf noch weiter steigende Preise gewettet haben.
Der große Verfall am Freitag hat ebenfalls zu einer gewissen Lähmung beigetragen.
Als semiprofessioneller Aktien- und Optionshändler bin ich auf dynamische Kurse angewiesen. Die fallende Volatilität bedeutet niedrige Prämien und sie macht mich schlicht unruhig und nicht nur mich. Die historische Volatilität liegt mit 8% so ziemlich am Tiefpunkt. Kann sie eigentlich negativ werden? Darüber habe ich schon geschrieben. Eher nicht, im Gegensatz zu den Zinsen. Wenn die Schwankungen verschwinden, dann sind wir erst bei Null. Negativ wäre dann, wenn keine Schwankungen beobachtet werden, auch bei Dividendenbekanntmachungen. ..
Nun aber scheint der Ausbruch nicht mehr weit. Das heute bekannte Ergebnis der FED-Sitzung wird die Kurse morgen beflügeln, zumal morgen, am katholischen Feiertag die DAX-Notierungen tendenziell freundlich sind. Danach spätestens ab nächster Woche könnte endlich die lange erwartete Korrektur einsetzen. Es sei denn, dass es einen neuen Krieg gibt, im Nahen Osten oder in der Ukraine.
Fazit: Zuerst aufwärts über 10.000, danach runter.
Chart m. f. G. www.tradesignalonline.com
