DAX – endlich die Korrektur, wann auch immer…

Das lange Warten auf die Bewegung in den Märkten könnte endlich zu Ende sein. Seit Tagen liegt die Schwankungsbreite des DAXes bei ca. 40 Punkten und die Schlusskurse fast genau bei den Eröffnungskursen liegen. Eine kaum zu ertragende Unentschlossenheit und das Warten. Auf was? Nun haben sich einige große Investoren von Aktien längst verabschiedet. Daytrader, Hedgefonds bewegen die Kurse. Und sie alle wollen nicht die letzten sein, die auf noch weiter steigende Preise gewettet haben.

Der große Verfall am Freitag hat ebenfalls zu einer gewissen Lähmung beigetragen.

Als semiprofessioneller Aktien- und Optionshändler bin ich auf dynamische Kurse angewiesen. Die fallende Volatilität bedeutet niedrige Prämien und sie macht mich schlicht unruhig und nicht nur mich. Die historische Volatilität liegt mit 8% so ziemlich am Tiefpunkt. Kann sie eigentlich negativ werden? Darüber habe ich schon geschrieben. Eher nicht, im Gegensatz zu den Zinsen. Wenn die Schwankungen verschwinden, dann sind wir erst bei Null. Negativ wäre dann, wenn keine Schwankungen beobachtet werden, auch bei Dividendenbekanntmachungen. ..

Nun aber scheint der Ausbruch nicht mehr weit. Das heute bekannte Ergebnis der FED-Sitzung wird die Kurse morgen beflügeln, zumal morgen, am katholischen Feiertag die DAX-Notierungen tendenziell freundlich sind. Danach spätestens ab nächster Woche könnte endlich die lange erwartete Korrektur einsetzen. Es sei denn, dass es einen neuen Krieg gibt, im Nahen Osten oder in der Ukraine.

Fazit: Zuerst aufwärts über 10.000, danach runter.

Chart m. f. G. www.tradesignalonline.com

Chart

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Kommentare

  • bananenbully  On Juni 18, 2014 at 11:08 pm

    warten wir doch erst das Sentiment ab, warum immer direkt so bärisch, das Sentiment zeigt einem den Weg, nichts anderes. aktuell ist das Umfrage und auch das gehandelte Sentiment short. solange das ist, geht es rauf, zumindest diese Woche, da stimmen wir überein :-)))

  • bananenbully  On Juni 18, 2014 at 11:18 pm

    ach doch noch was, wenn sich die großen Investoren bereits von Ihren Aktien verabschiedet haben, wer hat dann den Markt hier hoch gekauft? Die Privatanleger sind es auch nicht, die sind auch short. Wer dann? Wer hat dann die Aktien gekauft, wo sind sie hin? Keiner hat sie?

    • Adrian Gohla  On Juni 19, 2014 at 12:42 pm

      Siehe den Kommentar oben. Ja, die Aktien wechseln wahrscheinlich öfter den Besitzer… Auch wenn ich selbst eigentlich bullisch bin und alles für die Aktien spricht, kann ich mir nicht vorstellen, auf hohen Beständen mit großem Gewinn zu sitzen. Und der stets bei Hochs zu beobachtende Angebotsüberhang, der zu Abgaben führt, wird wohl auch seine Ursachen haben.

  • Fibonacci  On Juni 19, 2014 at 9:37 am

    who did that?
    http://blog.markusgaertner.com/2014/06/18/jetzt-ist-es-amtlich-notenbanken-haben-wie-entfesselt-aktien-gekauft/

    Im Übrigen macht mich die Vola auch gerade fertig. Es fühlt sich tagtäglich an wie „verlorene Zeit“.

    • Adrian Gohla  On Juni 19, 2014 at 12:38 pm

      Interessant… Am Ende weiß man nicht, wann sie gekauft haben. Ich mag mit der Behauptung übertrieben haben, dass sich die Großen verabschiedeten. Meinte eigentlich eher dass sie nicht dazu kaufen und Bestände halten. Dafür sprechen die wiederkehrenden Korrekturen, nachdem neue Hochs markiert werden. Andereseits gibt es eine Vielzahl von Instis mit unterschiedlichen Strategien.
      Ich kann mir bloss nicht vorstellen, dass ein typischer Investmentfonds, das in europäische/deutsche Aktien investiert, beim jetzigen Niveau einfach weiter dazu kauft
      Andererseits muss die Aktienquote beim aktuellen Zins über Null bleiben. Die Berichte der einzelnen Fonds sprechen unterschiedliche Sprache und betonen zwar die hohe Gewichtung der Aktien, der Teufel steckt in Details..

      • bananenbully  On Juni 20, 2014 at 12:15 am

        habe irgendwann mal gelesen, dass die Aktienfonds dieses Jahr wieder Mittelzulauf haben. Irgendwo müssen sie Ihr Geld anlegen. Außerdem muss ja gar nicht mehr gekauft werden, um höher zu kommen. Es müssen nur die Stücke die gehandelt werden, für immer höhere Preise gehandelt werden. Es gibt letzten Endes immer genauso viele Käufer wie Verkäufer am Markt. Da die Märkte heute eh über den Future bestimmt werden und indirekt wohl über die ganzen CFD Käufer, die abgezockt werden sollen, geht es in den Spitzen, um SL fangen, danach wieder verunsichern, um die schwachen Hände in neue Shorts und Puts zu drücken und diese dann wieder abzuzocken. Die Bewegungen werden durchs Sentiment bestimmt. Wie sollen sonst die Marketmaker der Blackpools wie ChiX oder CEFDEX Gewinn erwirtschaften. Bei den Speads im Dax und den Positionsgrößen werden die garantiert nicht zeitnah im Future an der EUREX gehedgt werden können. Die Goldmänner sollen laut meinen Angaben die Hedge Partner von CEFDEX sein, die werden sicher nicht verlieren wollen und mit Ihren Handelskontrahenten sozial umgehen wollen 😉

      • Adrian Gohla  On Juni 20, 2014 at 9:31 am

        Grundsätzlich bin ich mit den Anmerkungen am Anfang einverstanden. Ich beobachte auch das seit Monaten sinkende Volumen als Zeichen der fehlenden Kaufbereitschaft großer Investoren, auch wenn diese eher unauffällig zu kaufen versuchen.
        Ich gebe aber zu, dass Aktien von allen angepriesen werden. Vor allem von denen, die sie gerne zu noch höheren Preisen loswerden wollen.
        CFD werden angeblich nicht 100% gehedged, da man davon ausgeht, dass die Mehrheit der privaten Kontrahenten eher falsch liege, kein Scherz.

      • bananenbully  On Juni 22, 2014 at 9:47 pm

        eigentlich liegen ja die Mehrheit der privaten Kontrahenten in einem normalen Markt gar nicht falsch. Da wir aber keinen normal funktionierenden Markt haben und es lediglich darum geht Produkte (Derivate zu verkaufen) liegt die Masse falsch. Wir können eigentlich ja auch gar keine normalen Märkte mehr haben, da eben der Preis sich nicht nach dem Angebot und der Nachfrage nach einem Gut richten kann, da ja bereits 2 Güter gegeneinander kämpfen. Wenn man so will, gibt es das Angebot und die Nachfrage nach shorts und das Angebot und die Nachfrage nach longs. Eigentlich darf es nur long geben und keinen Leerverkauf, dann hätten wir wieder normale Märkte, die sich nach Angebot und Nachfrage richten können.

      • bananenbully  On Juni 22, 2014 at 9:58 pm

        ach und ganz vergessen, solange wir Derivat handeln auf ein Gut handeln, auch wenn wir nur long handeln dürfen und es keine Leerverkäufe gebe, würden auch hier 2 Märkte gegeneinander laufen. und zwar der nromale Verkauf der Aktie und der gehebelte Kauf der Aktie. Bei beiden gibt es unterschiedliche Interessen. Beim gehebelten Kauf der Aktie, will der Stillhalter was dran verdienen und wird somit immer versuchen den Preis der Aktie so gut es geht zu steuern. Wenn er keine Möglichkeit mehr hat dies über Leerverkäufe zu tun, dann ginge es immer noch über Eindeckung großer Stückzahlen, die zu bestimmten Zeiten genutzt werden, den Preis zu drücken oder eben über Gerüchte oder was auch immer… Solange wir Derivate haben, wird es immer Marktteilnehmer geben, die das für sich manipulativ ausnutzen, da man damit gutes Geld verdient. Ich kann es den Banken / Stillhalter noch nicht mal übel nehmen, dass sie es machen. Ich finde nur man sollte es verbieten. Solange das aber nicht, spiele ich fleißig mit :-)))

        Zum Sentiment: das Umfrage Sentiment zum Dax ist leicht long und das gehandelte Sentiment der vergangenen Tage short. Der Dax muss nun schneller steigen, als die Bullen bereit sind hinterher zu springen, wenn das nicht passiert, gibt es eine kleine Konsoliderung, um die Bullen wieder zu vertreiben. Also Montag gut aufpassen was passiert.

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