Heute morgen erlebte ich einen kleinen Schock, als ich meine Optionspositionen überprüfte. In sich eine Routineuntersuchung. Alle Positionen sind gehedged und es ging eher darum, aufgrund der heutigen Euphorie einige Schließungen vorzunehmen. Nun sah ich plötzlich, dass die Margin – Anforderungen um das Dreifache gegenüber gestern gestiegen waren. Woran lag es?
Ich hatte einen ODAX -Putspread: Longseite 6450 und die Shortseite 6500. Das maximale Risiko, wenn also der DAX in 14 tagen bei 0 oder auf jeden Fall unterhalb 6450 steht, beträgt weniger als 250 Euro. Und was verlangt die EUREX als Sicherheit?
Sage und schreibe glatte 490 Euro! Offensichtlich lag es nicht am Broker sondern tatsächlich an der Eurex. Mit deren eigenem Margin-Calculator habe ich ausgerechnet, dass in der Tat eine solche Margin nach den Risiko-Modellen der Börse angebracht ist.
Ich kann es nicht nachvollziehen und werde sicherlich am Montag dort anrufen. Denn eine solche Politik führt letzten Endes zur Verknappung der Liquidität und widerspricht dem Sinn einer Derivate-Börse. Sorry, so nicht.
