Vorgaben für die Woche

Sie sind nicht schlecht. Positive Statistiken zu Erwerbslosenzahlen, gute Unternehmensnachrichten und das andauernd schöne Wetter geben den Händlern klare Impluse, zumal die meisten von Ihnen ein verlängertes Wochenende hinter sich haben, sprich, sich ausreichend erholt haben.

Hier der DJ Briefing.

=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++ DONNERSTAG: In Polen und Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. +++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 7.409 0,4% DAX-Future 7.419 -0,2% MDAX 10.741 0,3% TecDAX 887 -0,3% Euro-Stoxx-50 4.392 0,2% Dow-Jones 13.136 0,6% S&P-500-Index 1.486 0,3% Nasdaq-Comp. 2.532 0,3% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 114,27 +64 +++++ AKTIENMARKT +++++ – Euro-Stoxx-50/Stoxx-50 Die laufende Berichtssaison wird nach Einschätzung von Marktteilnehmern dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch Impulse liefern. „Nach dem verlängerten Wochenende werden die Marktteilnehmer wieder aktiver ins Handelsgeschehen eingreifen“, heißt es. Die Vorgaben aus den USA und aus Asien seien leicht positiv zu werten, zudem habe sich der Ölpreis rückläufig entwickelt. Zum Handelsstart wird mit einem wenig veränderten DAX gerechnet. Im Fokus am Montag vor dem Maifeiertag hatten vor allem Bauwerte und Versorger gestanden, sowie Telekom-Titel nach dem Einstieg von Telefonica bei Telecom Italia. Die meisten Branchen schlossen im grünen Bereich. Die europäischen Bauwerte profitierten vor allem von Analysten-Hochstufungen, der Subindex legte um 0,7% zu. Versorger waren Tagesgewinner und legten im Schnitt um 1% zu. Zudem stand der Telekom- Sektor mit dem Einstieg von Telefonica bei Telecom Italia im Blick. Händler werteten den Einstieg der Spanier bei Telecom Italia positiv. Analysten schätzen, dass der Zusammenschluss bis zu 2 Mrd EUR Synergien bringen wird. Die Aktie der Telecom Italia verlor 2,3%, Telefonica gaben 0,2% nach. – DAX/MDAX/TecDAX Etwas fester/Der DAX erreichte am Montag vor dem Maifeiertag zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch bei 7.436 Punkten. Im Fokus standen vor allem das Übernahmeangebot der Deutschen Börse an eine US-Börse sowie sehr gute Konjunkturdaten aus Europa. Die Börse-Aktie blieb bis zum Abend vom Handel ausgesetzt; davor hatte sie um 1,4% auf 172,55 EUR zugelegt. E.ON sprangen um 2, 8% auf 110,32 EUR, nachdem die Analysten von Merrill Lynch den Versorger auf ihre „Europe Top One“-Liste aufgenommen hatten. – DAX-Futures Etwas leichter/Das Tageshoch lag bei 7.475 und das Tagestief bei 7.396 Punkten. +++++ RENTEN-/GELDMARKT +++++ – Renten-Futures Fest/Vor allem der schwächere Chicago-Einkaufsmanager-Index im Zusammenhang mit einem erhofften PCE-Deflator trieb die Kurse. „Dass die US-Wirtschaft schwächer läuft, ist schon lange eingepreist“, sagte ein Händler nach den Daten. Angst habe es im Markt nur vor Inflation gegeben. „Dies wurde aber durch den PCE- Deflator wieder rausgenommen“, so der Händler. Die Fed könne nun schneller zu Zinssenkungen übergehen. Das Tageshoch lag bei 114,27% und das Tagestief bei 113, 62%. – Geldmarkt Das Tagesgeld dürfte sich nach dem Ultimo wieder normalisieren und bei 3,82% zu 3,83% einpendeln, so ein Disponent. +++++ DEVISENMARKT +++++ Leichter startet der Euro in den Mittwoch. Gegen 7.45 Uhr steht die EU- Gemeinschaftswährung bei 1,3587 USD und damit wieder unter der Marke von 1,36 USD. Damit setzt sich die Tendenz vom Dienstagnachmittag fort als die EU- Gemeinschaftwährung unter Druck geraten war, nachdem der ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe deutlich besser ausgefallen war als erwartet. Aufgrund des Feiertags in vielen europäischen Ländern war der Handel am Dienstag allerdings dünn. Deshalb sprechen Händler auch eher von einer technischen Reaktion als von einer Trendwende. Sollte der Euro die Unterstützung bei 1, 3550/1,3520 USD verteidigen, sei ein Anlauf an das neue Hoch bei 1,3683 USD möglich. Dann bleibe der Euro-Aufwärtstrend intakt. Aus fundamentaler Sicht warte der Markt auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag als „Highlight“ der Woche, heißt es. Die Feinunze Gold geht mit 674,35 USD in den Mittwoch nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 673,60 USD am Dienstag. Europa New York (7.20) (Späthandel Dienstag) EUR/USD 1,3587 1,3611 USD/JPY 119,86 119,82 EUR/JPY 162,90 163,16 EUR/GBP 0,6808 — EUR/CHF 1,6507 — === +++++ ÖLMARKT (Nymex Light Sweet) +++++ aktuell Vortag New York USD 64,47 64,40 Sehr schwach hat der Ölpreis am Dienstag an der Warenterminbörse Nymex in New York den Handel beendet. Der Preis für den Junikontrakt auf ein Barrel Light Sweet Crude sank um 2% oder 1,31 USD auf 64,40 USD. Zu den Verkäufen war es im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden Veröffentlichung der US- Rohöllagerbestandsdaten gekommen. Marktteilnehmer gingen davon aus, dass die Lagerbestände gestiegen sind. +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ 09:55 DE/Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkdaten April Arbeitslosenzahl saisonbereinigt PROGNOSE: -40.000 gg Vm zuvor: -65.000 gg Vm Arbeitslosenquote April saisonbereinigt PROGNOSE: 9,1% zuvor: 9,2% 09:55 DE/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April, PROGNOSE: 57,3 zuvor: 56,9 10:00 EU/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Eurozone April PROGNOSE: 55,7 zuvor: 55,4 11:00 EU/Eurostat, Arbeitsmarktdaten März Eurozone Arbeitslosenquote PROGNOSE: 7,2% zuvor: 7,3% +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN (u.a.) +++++ Allianz: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 8 Analysten): Nettogewinn 2,39 (1,78) Mrd EUR, Nettoprämien 14,75 (14,42) Mrd EUR. Im Ergebnis schlagen sich Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Anteilen an Münchener Rück, KarstadtQuelle und BMW nieder. Continental: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 9 Analysten): Nettogewinn 233 (222) Mio EUR, Vorsteuergewinn 349 Mio EUR (Vj keine Angabe), EBIT 373 Mio EUR (Vj k.A.), Umsatz 3,94 Mrd EUR (Vj k.A.) Credit Suisse Group: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 8 Analysten): Nettogewinn 2,61 (2,60) Mrd CHF Depfa Bank: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 9 Analysten): Nettogewinn 131 (134) Mio EUR, Nettozinseinnahmen 110 (107) Mio EUR, Handelseinnahmen 45 (62) Mio EUR. Fresenius Medical Care: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 9 Analysten): Nettogewinn 160 (125) Mio USD, Umsatz 2,29 (1,75) Mrd USD. Henkel: Ergebnis 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 13 Analysten): Nettogewinn 204 (181) Mio EUR, EBIT 312 (295) Mio EUR, Umsatz 3,146 (3,048) Mrd EUR. Syngenta: Umsatz 1. Quartal Konsensschätzung (DJ, 3 Analysten) 2,96 (2,71) Mrd USD Balda: Ergebnis 1. Quartal Fuchs Petrolub: Hauptversammlung Leoni: Ergebnis 1. Quartal S&T System Integration & Technoloy: Hauptversammlung Teva Pharmaceutical Industries: Ergebnis 1. Quartal === DJG/pes/gos (END) Dow Jones Newswires

   May 02, 2007 01:51 ET (05:51 GMT)

   Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.- – 01 51 AM EDT 05-02-07

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Es gibt doch eine interessnte Meldung an diesem lauwarmen Montag. Deutsche Börse übernimmt die ISE in den USA. Was sie damit vorhat, steht ausführlich im vorliegenden Artikel. Ich bin nur gespannt, wie der Aktienkurs darauf reagieren wird. Der ist nämlich in den letzten Monaten wegen Übernahmegerüchte in Himmelshöhen gestiegen…

Deutsche Börse greift in den USA zu

Die Deutsche Börse läutet eine neue Runde im weltweiten Fusionspoker der Branche ein. Die Frankfurter bieten für die US-Derivatebörse ISE, Kostenpunkt 2,8 Mrd. Dollar. Warum es die Deutschen gerade auf die Amerikaner abgesehen haben, hat einen simplen Grund.

ben/HB FRANKFURT. Die Deutsche Börse wolle die International Securities Exchange (ISE) über ihre Terminmarkt-Tochter Eurex erwerben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Aktionäre der ISE sollen 67,50 Dollar je Anteilsschein erhalten. Darauf hätten sich die beiden Parteien geeinigt. Mit dem Kauf sichert sich die Deutsche Börse einen Zugang zum vielversprechenden Markt für Aktienoptionen in den USA.

Die Titel der Deutschen Börse sind am Montagnachmittag vom Handel ausgesetzt worden. Die Aktie ging mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 172,55 Euro in die Handelspause. Die Aktien der Deutschen Börse bleiben weiterhin „bis auf weiteres“ ausgesetzt. Dies bestätigte ein Sprecher der Börse, ohne weitere Einzelheiten nennen zu wollen. Einige Händler halten eine Handelsaufnahme am Montag nur noch für wahrscheinlich, solange sie vor 17 Uhr erfolgt. „Ansonsten wird die restliche Zeit zum Einpreisen der Übernahme ziemlich knapp und die dichtgedrängten Volumina könnten zu ungewünschten Ausschlägen führen“, so ein Händler.

An diesem Montag trifft sich der Aufsichtsrat der Deutschen Börse, um über die Berufung eines neuen Finanzvorstandes zu entscheiden. Auf der Sitzung soll auch über die Pläne des Vorstands zur ISE-Übernahme entschieden werden.

Ein Einstieg bei der ISE wäre ein wichtiger Schritt für die Börse, die bislang mit ihren Übernahmeprojekten wenig Erfolg hatte. Sie drohte seit den gescheiterten Versuchen, die Börse London (LSE) und die französisch dominierte Euronext zu übernehmen, langfristig in die Isolation zu geraten. Während sich die US-Leitbörse New York Stock Exchange (NYSE) die europäische Mehrländerbörse Euronext einverleibte und sich die Technologiebörse Nasdaq mit 30 Prozent an der LSE beteiligte, schloss Frankfurt eher kleine Partnerschaften. So beteiligte sich die Deutsche Börse an der Bombay Stock Exchange.

Der US-Terminmarkt gilt als Wachstumsmarkt, weil einige Wettbewerber noch immer dabei sind, vom Parketthandel auf den elektronischen Computerhandel umzustellen. Der letzte Versuch der Frankfurter, im Jahr 2004 mit der Gründung der Tochter Eurex US dort Fuß zu fassen, scheiterten am Widerstand der Branche. Der Terminmarkt in den USA ist nun aber in Bewegung, seit die Marktführer CME und CBoT ihre Fusion bekanntgegeben haben.

Die ISE wurde im Mai 2000 gegründet. Sie ist eine auf den Handel von Aktienoptionen spezialisierte Derivatebörse – in ihrer Art die größte in den USA. Ihr Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 178 Mill. Dollar, unter dem Strich lag der Gewinn bei 55 Mill. Dollar. Nach eigenen Angaben wickelte die ISE 2006 rund 30 Prozent des gesamten Handels mit Aktienoptionen in den USA ab. Die Aktie der ISE ist seit März 2005 an der Wall Street gelistet.

Eine Übernahme oder Fusion der Deutschen Börse mit der ISE würde nach Ansicht von Analysten gut zur Strategie der Frankfurter passen, die seit längerer Zeit dem boomenden Derivategeschäft größere Zukunftschancen einräumen als dem klassischen Handel mit Aktien und Anleihen. Die Deutsche Börse verfügt mit der Eurex – die sie gemeinsam mit der Schweizer Börse SWX betreibt – über die größte Derivatebörse der Welt.