Szenarien für die Märkte im Februar 2018

Das mehrfach avisierte Ziel 12.000 im DAX ist faktisch erreicht worden. Bereits am Freitagabend im nachbörslichen Handel fiel der DAX unterhalb 12.000. Danach ging es steil aufwärts. Für die kommenden Tage bieten sich aus meiner 20-jährigen Erfahrung mehrere Szenarien an.

Am Freitag ist der Verfallstag. Bis dahin dürfte nicht mehr viel passieren. Das wäre das erste Szenario. Die Märkte pendeln hektisch seitwärts. Der DAX schwankt um 12.000. Die entscheidende Frage lautet, wie sich die Volatilität entwickelt. Die implizite Volatilität lag am Freitagabend bei knapp 40%, so hoch wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Bis zum Verfall dürfte nicht viel passieren.

Und später?

Hier gibt es klar nur zwei Szenarien. Entweder fällt die Vola und die Märkte bleiben zuerst lethargisch. Danach, mangels schlechter Nachrichten beginnt der Markt zu steigen und zwar bis ca. 13.000. In der Vergangenheit war dieses Szenario eher realistisch. Es gab seit vielen Jahren immer wieder Abstürze. „Flash Crash“, BREXIT, Fukushima und so weiter. In all den Fällen gab es punktuelle Ereignisse, die für Nervosität sorgten. Die Märkte erholten sich danach schnell. Denn die Zinsen blieben tief und Unternehmen profitabel. Jetzt könnte es anders werden. Das Umfeld bleibt. Die Zinsen steigen und die EZB wird die Anleihekäufe eindämmen. Die Aktienkurse sind ordentlich gestiegen und es wird sich daran nicht viel ändern.

Aus diesem Grund ergibt sich ein weiteres Szenario, das immer wahrscheinlicher wird. Spätestens nach dem Verfall wird erneut der Rückwärtsgang eingelegt. Charttechnisch kann der DAX auf  die Marke 11700 und darunter bis auf 10500 fallen, s. Bild unten.

Es gibt schließlich ein drittes Szenario. Die Märkte würden sich aus dem Nichts ab morgen beruhigen und steigen, bis auf knapp über 13.000.

Entscheidend für die künftige Entwicklung ist das Halten des Preisintervalls 11800-12.000. Bis gespannt.

An der EUREX dominieren die offenen Put-Positionen mit dem Verfall im Februar bei 12.000. Im März sieht es ähnlich aus, allerdings  verlagert sich der Trend langsam nach unten. Eine große Umschichtung hat also nicht stattgefunden. Die Händler bleiben demnach bis zum Freitag nicht so negativ eingestellt.

Mein Portfolio habe ich nur unwesentlich angepasst. Die Call-Seite wurde mit Gewinn auf März gerollt. Die zwei März – Puts sind zwar im Verlust, dagegen halte ich drei Februar Puts auf der Longseite, die im fetten Gewinn liegen. Icch muss natürlich versuchen, schnellstens diesen Hedge auf März zu rollen. Erstmal schließe ich die März-Short-Puts nicht.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

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DAX 09.02.2018
 ODAX  C  FEB18  14050  0  O 1 0 U 08.01.2018 13,0 0,4 -63,00 2,00
 ODAX  C  FEB18  14100  0  O 1 0 U 19.01.2018 7,5 0,3 -36,00 1,50
 ODAX  P  FEB18  12000  0  O 3 0 U 19.01.2018 7,8 189,1 2719,50 2836,50
 ODAX  C  FEB18  13950  0  O 1 0 U 29.01.2018 4,7 0,4 -21,50 2,00
 ODAX  P  MAR18  12350  0  O 0 2 U 01.02.2018 109,0 513,0 -4040,00 -5130,00
 ODAX  C  MAR18  13100  0  O 0 1 U 07.02.2018 60,0 20,8 196,00 -104,00
 ODAX  P  FEB18  11550  0  O 0 1 U 07.02.2018 27,0 97,5 -352,50 -487,50
 ODAX  P  FEB18  11750  0  O 1 0 U 07.02.2018 34,0 128,3 471,50 641,50
 ODAX  C  MAR18  13100  0  O 0 1 U 09.02.2018 22,0 20,8 6,00 -104,00
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Am Ende zählt der Black Swan

Die Korrekturen kommen doch! In den letzten Monaten dachte sogar ich manchmal, wirklich nur selten, dass sich die Märkte schlimmstenfalls seitwärts bewegen können. Dabei habe ich bereits einige Abstürze seit 1998 erlebt. Etwas unruhig hat mich allerdings schon die Dynamik eingestimmt, mit welcher die Aktienkurse vor allem in den USA stiegen, wenn man bedenkt, dass die Zinsen dort mittlerweile deutlich angezogen hatten.

Nun ist sie zurück – die Angst. Und es läuft wie immer in der Vergangenheit. Zuerst erfolgt der Absturz, gleich an mehreren Tagen. dann eine heftige Gegenreaktion und danach zeigt sich, wie weit es wirklich nach unten gehen wird. Zurzeit sieht es nach einer Unterstützung bei 12.000 im DAX aus. Diesen Wert habe ich bereits in den früheren  Beiträgen erwartet. Die Anzahl der offenen Put-Positionen an der EUREX bestätigt diese Erwartungshaltung.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=&cp=Put&month=2&year=2018&busDate=20180207

Ja, ich weiß, noch vor ein paar Wochen war ja von 13.600 die Rede. Märkte ändern sich, die Kunst besteht darin, auf alles vorbereitet zu sein. Offensichtlich sind in den letzten Tagen zahlreiche Put-Positionen umgeschichtet worden.

Mit meinem Optionsportfolio bin ich im Grunde genommen nicht perfekt vorbereitet auf diesen Markt. Ja, ich werde ihn überleben, vielleicht sogar mit Gewinn, besser wäre eine andere Strategie gewesen.

Black Swan

„Mein“ Zertifikat, das jeder von Euch an der Börse kaufen kann, bildet meine Wikifolio- Strategie ab.

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf00132435

Ich habe es vor Jahren aufgelegt und sorgte tatsächlich anfangs für eine gute Performance. Danach hatte ich einfach keine Zeit mehr und die Investoren haben sich verabschiedet. Zum Schluss stieg ich sogar aus. Schade“. Die Strategie, die ich dort einsetze , ist der klassische Schwarzer Schwan. Ich riskiere relativ wenig, dafür aber liegen bei mir im Portfolio stets langlaufende Derivate, insbesondere billige Puts. Meistens passiert nichts, ich verliere kaum Geld, gewinne auch nicht. Aber ab und an passiert es! So wie zuletzt. Das Bild unten zeigt es mit aller Deutlichkeit. Es lohnt sich, auf ein „Event“ in den Aktienmärkte zu warten. Eine starke Bewegung. Sie mag selten kommen, deswegen sollte man nicht zu viel investieren. Aber dann! In einer Nacht erreichte mein Wikifolio ei ne ordentliche Rendite. Ich glaube, ich steige demnächst ein.

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