Investbericht am 13.08.2017 : DAX, Bitcoin und P2P

Als Finanzblogger oder Investment-Blogger muss ich natürlich verschiedene Investments testen. So tue ich auch. Zurzeit halte ich ein sehr gemischtes  Portfolio. So befinden sich dort

  1. Wikifolio Zertifikat DE000LS9CNH9 Leider habe ich die Pflege etwas vernachlässigt und wenig Kapital investiert. Dennoch halte ich an der festgelegten Strategie. Sie ist eine Mischung aus Black-Swan und einer konservativen Aktienanlage. Mit anderen Worten, mit diesem Zertifikat können Sie kaum verlieren aber auch über längere Zeit nur wenig gewinnen. Der größte Anteil ist Cash, etwas Aktien und vor allem stets langlaufende DAX-Optionen, die wie tickende Zeitbomben auf ihre Zeit warten. Angesichts der nun angefangenen Korrektur in den Märkten zahlt sich diese Strategie aus. Die Kunst besteht darin, vorher nicht zu viel zu verlieren und rechtzeitig auszusteigen. Ja, ich muss die Position aufstocken. Wie gesagt die Performance ist eher durchwachsen, ich habe einfach Monate lang kaum etwas getan. Nun will ich mich verstärkt darum kümmern.

 

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  1. P2P –Kredite Seit Jahresanfang investiere ich verstärkt in P2P –Kredite. Ich nutze meistens professionelle osteuropäische Plattformen, wie z. B. Mintos.com. In Vorbereitung ist auxmoney.com und zwei andere. Hier liegt die Performance bei 10,3%. Das Projekt befindet sich in der Testphase. Ich habe erst angefangen, über ein eigenes Risikomodell nachzudenken. Ich will einfach zuerst Erfahrungen sammeln.

Jährliche Nettorendite

10.35%

Das Geschäft ist nur auf den ersten Blick einfach. Es hat seine Tücken, vor allem, wenn Sie bedenken, warum jemand bereit ist für einen Immobilienkredit 9% zu zahlen, während er in der Bank um die Ecke einen Kredit mit4,5% Verzinsung bekommen könnte.

  1. Dieses Projekt hat bisher die höchste Rendite gebracht. Ich beschäftige mich zwar mit dem Thema intensiv, allerdings investiert habe ich lediglich über ein Zertifikat einer Schweizer Bank. Gekauft vor 9 Tagen für 256, der letzte Kurs ist 309 und morgen wahrscheinlich so um 340. Es ist reine Spekulation, deshalb halte ich mich zurück. Auch ein paar Tausender bin ich nicht angewiesen. Vielmehr will ich nachhaltig investieren mit dem Nutzen für mich und meine Leser. Es erstaunt inzwischen die Kursrobustheit. Die Volatilität des Bitcoin scheint zu fallen. Ich hätte natürlich viel mehr Kapital einsetzen. Egal, wir warten auf die Korrektur und versuchen zu verstehen, was Kryptowährungen eigentlich sind.
  2. Optionen an der EUREX. Es ist mein Lieblingsgeschäft und es läuft ebenfalls gut, nicht z letzte, will ich es seit 2001 betreibe. Ich halte cash secured Puts auf der Shortseite, meistens in Kombinationen. Ich natürlich verkaufe ich DAX-Straddles. Ich nehme also Prämie durch die Verkauf von DAX-Optionen ein. In der letzten Woche hat sich mein DAX-Portfolio kaum verändert, trotz der Korrektur. Das lag auch daran, dass ich inzwischen langlaufende Dezemberoptionen auf der Longseite habe, die sozusagen auf den Crash warten. Die Puts sind mittlerweile so gestiegen, dass sich der Verkauf der gesamten Position lohnen würde. Ich lasse sie dennoch stehen. Die anderen Positionen sind DTE- hier läuft es auf einen Gewinn in einer Woche hinaus. Und die Deutsche Bank. Hier rutschte meine Position ins Minus, was wahrscheinlich auch bleiben wird. Ich werde die Position auf den September rollen. Ich habe ind er vergangenen Woche übrigens einen Gewinn durch die Glattstellung des Sep. Call 12950 realisiert.
13. Aug
 ODAX  C  AUG17  13.300,0000  0  2  0  0  0  0  0  EUR  -34,50  2,00
 ODAX  C  SEP17  12.600,0000  0  0  0  0  1  0  0  EUR  45,50  -84,50
 ODAX  C  DEZ17  13.900,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  -24,50  33,00
 ODAX  P  AUG17  10.700,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  -53,00  9,00
 ODAX  P  AUG17  10.800,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  -28,50  11,50
 ODAX  P  AUG17  11.500,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  -102,00  73,00
 ODAX  P  AUG17  11.700,0000  0  0  0  0  1  0  0  EUR  -8,00  -136,50
 ODAX  P  SEP17  11.250,0000  0  0  0  0  1  0  0  EUR  -112,50  -317,50
 ODAX  P  DEZ17  9.500,0000  0  1  0  0  0  0  0  EUR  66,00  186,00

Verkauf ungedeckter Optionen –meine Erfahrungswerte

Das Thema verdient zurzeit immer mehr Aufmerksamkeit. Nicht weniger wenig geübter Optionsfreunde fangen an, Optionen leer zu verkaufen. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie die ersten Trades gewinnen. Denn die Märkte stagnieren seit Monaten. Der DAX stand bereits im April wo er jetzt ist, und zum Jahresanfang nur unwesentlich darunter. Mit den deutschen Aktien konnte man kaum verdienen, von den Dividenden mal abgesehen.

Die Biotechnologie ist als Investment längst eingeschlafen und unrentabel geworden. Rohstoffe kommen noch nicht. Automobil fällt und fällt. Banken – da weiß keiner, wie sie künftig ihr Geld verdienen. Technologie wäre angebracht, aber sie ist bei uns unterentwickelt. Wir haben zwar fähige Entwickler und Wissenschaftler, Amazon Facebook und Co existieren woanders.

Und so tendieren der DAX und andere deutsche Indizes gegen den US-Markt.

In einem solchen Umfeld ist der Verkauf von Optionen erst einmal nicht schlecht, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.

Meine Erfahrungen sind sehr gemischt und ich habe lange gebraucht, um, wie jetzt seit drei  Jahren einigermaßen jedes Jahr mit Gewinn abzuschließen.

Es begann 2001 mit Covered Calls auf Standardwerte, insbesondere auf die Deutsche Telekom. In sich ist es ein einfaches Geschäftsmodell, wenn man auch das negative Szenario akzeptiert, nämlich wenn die Aktie deutlich mehr als die eingenommene Prämie gefallen ist.

Deshalb:

Handeln Sie keine CC im hochvolatilen Umfeld. Es gibt Aktien, wie etwas Deutsche Bank zurzeit, die nicht zur Ruhe kommen wollen. Diese mögen sich über ein Jahr nicht viel bewegt haben, innerhalb von Wochen schwanken sie jedoch erheblich. Sie werden stets gezwungen, einzugreifen oder wie es heißt, rollen. Liebe suchen Sie sich Langweiler, bei denen weder Dividenden noch spannende Geschäftsergebnisse bevorstehen. Und bedenken Sie, wenn die Aktie kräftig zugelegt hat, dass lassen Sie sich ausüben. Und verkaufen Sie anschließend Puts. Überhaupt bevorzuge ich den Putverkauf. Das schont Liquidität und bringt genauso viel wie CC Writing.

Innerhalb kürzester Zeit fiel die Telekom von 70 auf 20 Euro und darunter. Covered Calls waren die falsche Strategie. Falsch war es auch, auszusteigen. Denn seit 2002 pendelt der Kurs zwischen 8-20 Euro.

Danach folgen meine ersten Versuche mit ungedeckten DAX-Optionen. Ich hatte wieder keinen Mentor, las viele Bücher und machte mir keine grundsätzlichen Gedanken, warum ich damit überhaupt gewinnen sollte. Und so lief es auch. Zum Teil kopflos auf Teufel kommt raus, verkaufte ich ODAXe und kaufte sie zurück und so weiter. Nach drei Monaten war das Spiel beendet. Ich war im falschen volatilen Umfeld tätig und hatte keinen Plan.

Jahre vergingen und 2007 stieg ich in das Geschäft mit ungedeckten Optionen wieder ein. Dieses Mal mit Bedacht. Ich hatte zumindest ein Konzept. Ich wollte die Optionen mit CFDs hedgen. CFDs waren einfach zu handeln und sie erforderten keine hohen Sicherheiten. Die Idee es sog.  „Gamma-Scalping“  war in sich nicht schlecht, wenn man es richtig macht. Sie verkaufen eine DAX-Putoption und sobald der Index den Strike testet, verkaufen Sie eine analoge Anzahl der CFD-Kontrakte.

Die entscheidende Frage lautet, was macht man danach? Wenn der Index sich weiter nach unten bewegt, dann bleibt man investiert und verdient Geld. Aber meistens geschieht das Gegenteil. Der Index dreht und fällt wieder und so weiter.

Bis 2008 lief das Geschäft gut, da nur selten der Strike getestet wurde. Später wurde hektischer.

Ich verlor und vergrößerte die Position. Am Ende handelte ich 10 Puts und 10 Calls gleichzeitig. Die CFD waren jetzt nur noch eine Notsicherung. Hinzu kam der Wunsch mit selbst und den anderen zu zeigen, ich hätte immer recht. Spätestens im Sommer 2008 hätte ich aussteigen und im März 2009 einsteigen sollen.

Aber ich blieb der Terminbörse treu. Ich testete über viele Jahre verschiedene Spreads – Kombinationsstrategien. Und so etwa 2012 kam die Erkenntnis. Inzwischen bin ich in DAX-Optionen stets investiert und zufrieden.

Was mache ich anders?

  1. Das Verhältnis Kapital / Margin ist viel höher etwa 3:1
  2. Die Gewinnerwartung sank auf die Mindestgröße 25% per Kapital
  3. Ich sichere Positionen grundsätzlich ab
  4. Weniger Handel
  5. Ich führe wöchentlich die Buchhaltung

 

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