Händlerwunsch – ruhig bis zum Jahresende und die nächste Pleite eines Optionshändlers

 

Der November-Verfall zeigte, dass das Börsenumfeld nicht mehr das alte ist. Die ruhigen 10 Jahre zwischen 2008-2017 scheinen vorüber. Die heftigeren Schwankungen des deutschen DAX sind täglich zu beobachten. Dennoch hat sich der Indexstand seit dem Oktoberverfall kaum verändert, s. unten. Das spräche eher für eine kurze Aufwärtsbewegung in den nächsten Wochen. Der Blick auf die offenen Positionen an der EUREX bezeigt weiterhin der Unsicherheit. Allerdings verdichten sich die Open Open Interests zwischen 11.000-11500.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Put&month=12&year=2018&busDate=20181116

Die Call-Open-Interests verdichten sichj zwischen 11500-12.000

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=3&cp=Call&month=12&year=2018&busDate=20181116

was wiederum bestätigt meine Vermutung, dass zwischen den Händlern ein Konsens besteht.  Bis Dezemberverfall sollte nicht viel passieren. Das Jahr war ohnehin turbulent. Jetzt einigt man sich auf einen Wert um 11500 oder mehr. Dies könnte auch ein guter Kontraindikator sein. Denn, diejenigen, die diese Vereinbarung missachten und etwa eine Verkaufswelle auszulösen versuchen, werden natürlich von der Panik profitieren.

Zum Schluss ein Ereignis aus der Hadgefonds – Szene. Seit Ende der letzten Woche toben die sozialen Netzwerke zum massiven Verlust beim Vermögensverwalter Optionsellers.com. Anscheinend droht dort ein großer Verlust der über 290 Kunden um Zusammenhang mit einem schwarzen Schwan, der nun eine Spekulation Crude Oil Natural Gas überflogen hat. Der Chart unten zeigt den ungewöhnlichen Verlauf beide Preise. Aber wirklich ungewöhnlich ist die Tatsache, dass ein so erfolgreicher Optionshändler mit einer exzellenten Ruf in der Branche nicht richtig abgesichert war.

Egal, James Cordier hat sich im Video entschuldig und aus Respekt will ich es damit belassen.

„I’m sorry this wave “capsized” the boat, he says, apologizing. James Cordier to 290 clients here on YouTube.“

https://www.youtube.com/watch?v=-qGvPRX270A

Verkauf von Optionen ist eben die Atombombe des Finanzgeschäfts.

Ich besuchte letzte Woche eine Kundenveranstaltung, zu welcher meine Broker besonders aktive Kunden jedes Jahr einlädt. Die Stimmung war eher durchwachsen. Die meisten scheinen auf Verlustpositionen zu sitzen und beharren weiterhin im jetzigen volatilen Umfeld auf reine Optionsverkäufe. Ich bin mit meiner Performance soweit zufrieden. Darüber mehr im nächsten Beitrag voraussichtlich morgen. In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute und dennoch spannende Börsenwoche.

 

Unbenannt

 

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Noch ist die Jahresendrally 2018 nicht gestorben …

 

Der Druck auf die Aktienmärkte wird steigen, da habe ich keine Zweifel mehr. Sogar der dümmste Fondsmanager wird sein Portfolio umschichten, wenn er mit den US-Anleihen 4% p. a. verdienen kann. Warum sollte sie zum Teufel auf den S&P wetten, wenn hier keine grandiosen Stories mehr zu erwarten sind. In drei Monaten kann zwar alles ausschauen, wenn zum Beispiel die ersten Anzeichen einer Konjunkturabschwächung erkennbar wären. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, zumal die aktuelle weltweite Rally durch die Notenbanken in am Leben erhalten wurde. Die Inflation steigt seit Jahren, schaut Euch nur die Preise in Deutschland an. Ich denke, die EU-Zone wird besonders unter der EZB-Politik leiden müssen. In puncto Zinsen ist bei uns noch wenig passiert. Die Bauzinsen bleiben nach einem leichten Anstieg in diesem Jahr relativ konstant. Schauen wir mal, wie lange noch.

Nun zurück zur Börse. Ein weiterer Faktor, der den Abschwung anfeuern könnte, sind miserable Unternehmenszahlen. Noch werden Dividenden ausgeschüttet, aber entweder ist man von guten Zahlen enttäuscht, oder sind die Gewinner eingebrochen. Eine schlechte Stimmung muss ja nicht immer als ein Kontraindikator angesehen werden.

Objektiv gesehen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um auf fallende Kurse zu setzen. Mit günstigen Puts zum Beispiel. Ich rechne nämlich mit einem kurzen Aufwärtstrend bis etwa 12.000 im DAX bis zum Jahresende. Dafür sprechen unter anderen die Positionierungen an der EUREX. Sinkende Volatilität könnte den Optimismus verstärken.

Und wie sieht mein Portfolio aus. Ich zeige unten einen kleinen Ausschnitt mit den DAX-Optionen. Ihr seht, ich bin eigentlich kurzfristig bis Dezember short. Aber ich halte stets Gegenpositionen auf der Longseite, um etwa den größeren Schwankungen entgegen zu kommen. So ist das Rollen wesentlich einfacher.

Der DAX-Chart unten deutet auf eine bevorstehende größere Kursbewegung im DAX hin. Die Frage ist nur, wann diese zu erwarten ist. Intuitiv gesehen ist ein Anstieg bis Dezember und danach ein Absturz plausibel. Noch müssen die Hoffnungen auf eine Rally nicht sterben.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Unbenannt

 

Und hier mein DAX-Portfolio

Börse Kontrakt O/C Order Nr. Long Pos. Short Pos. gedeckt Handels- Whrg. Einstand akt. Kurs G & V Pos. Wert
datum EUR EUR
 EUREX  ODAX  C  MAR19  13300  0  O 7623654 1 0 U 14.09.2018 EUR 71,5 7,3 -321,00 36,50
 EUREX  ODAX  P  DEZ18  10900  0  O 7650033 0 1 U 08.10.2018 EUR 91,0 75,1 79,50 -375,50
 EUREX  ODAX  P  MAR19  10500  0  O 7659604 1 0 U 12.10.2018 EUR 205,0 146,0 -295,00 730,00
 EUREX  ODAX  C  NOV18  12500  0  O 7669529 2 0 U 19.10.2018 EUR 3,3 0,1 -32,00 1,00
 EUREX  ODAX  C  DEZ18  12000  0  O 7672522 0 1 U 23.10.2018 EUR 63,0 55,7 36,50 -278,50
 EUREX  ODAX  C  DEZ18  12000  0  O 7672550 0 1 U 23.10.2018 EUR 63,0 55,7 36,50 -278,50
 EUREX  ODAX  P  JUN19  10600  0  O 7672670 0 1 U 23.10.2018 EUR 395,0 278,3 583,50 -1391,50
 EUREX  ODAX  P  NOV18  10800  0  O 7679565 1 0 U 26.10.2018 EUR 134,4 4,1 -651,50 20,50
 EUREX  ODAX  P  NOV18  11150  0  O 7690240 0 1 U 02.11.2018 EUR 51,5 15,7 179,00 -78,50
 EUREX  ODAX  C  NOV18  12050  0  O 7691547 2 0 U 05.11.2018 EUR 8,0 1,0 -70,00 10,00