„Fachkräftemangel“ – der Wahn geht weiter

Mittlerweile kommen fast jeden Tag neue Meldungen in der Presse, in denen vom angeblichen Fachkräftemangel die Rede ist. Die Industrie über einen regelrechten Druck auf die Politik aus.

Heute im „Handelsblatt“ diverse Meldungen zu diesem Thema.

1. In der  IT-Branche würden 28.000 Stellen fehlen. Deutsche Bewerber hätten nicht die notwendige Qualifikation, deshalb suche man vorwiegend ausserhalb der EU. Is doch Unsinn, oder? Um welche Tätigkeiten handelt es sich? Angeblich würden Softwareentwickler gesucht. Auch hier stimmt die Aussage nicht, man könne die inländischen Bewerber nicht einsetzen. Erstens ist die Softwareentwicklung heute nicht wie die vor 20 Jahren. Man benutzt standardisierte Werkzeuge und Prozesse, die relativ wenig Raum für Kreativität offen lassen. Für solche Aufgaben braucht man wahrlich kein Informatikstudium. Zweitens, da bin ich mir sicher, in Wahrheit werden Bewerber für andere Positionen als Entwicklung gesucht. Jede Art vom Support, Rechneradministration,  Betrieb usw. Diese Aufgaben lernt man in drei Wochen, einen Hochsschulabschluss vorausgesetzt, und in drei Monaten nur mit Abi. Wir haben in Deutschland immer noch Millionen von Arbeitslosen darunter viele Frauen, die man nach dem Erziehungsurlaub nicht mehr einstellen will. Wir haben 52-jährige Akademiker, die in DAX-Firmen mit Abfindungen nach Hause geschickt werden und durch Praktikanten ersetzt ( „vorübergehend“ heisst es).

Warum sucht man denn die Bewerber so weit, inzwischen laut heutigem Handelsblatt hauptsächlich ausserhalb der EU? Die Antwort liegt auf der Hand- nur wegen der Kosten!

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/bitkom-it-branche-will-im-ausland-um-fachkraefte-werben;2675923

 

2. Die Politik gibt inzwischen dem Druck der sparsamen Lobbyisten nach. Man hört immer mehr Stimmen, die die Bevölkerung auf die bevorstehenden Änderungen  vorbereiten sollten.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fachkraeftemaengel-merkel-will-mehr-auslaendische-fachkraefte-ins-land-holen;2676144

3.  In der heutigen Printausgabe des Handelsblattes ist auch von anderen Berufen mit Badarf an „qualifizierten“ Arbeitskräften die Rede und zwar im Gesundheitswesen. Nein keine Ärzte mehr. Diese verdienen mittlerweile so viel, dass sie kein Interesse an Konkurrenz haben. Es werden zahlreiche Kräfte für Pflege gesucht und natürlich im Ausland.

Stimmt, den durchschnittlichen deutschen Arbeitslosen kann man nicht motivieren und zum Pfleger fortbilden, oder?

Schauen Sie sich nur an, wie inflationär heute in Erziehungsberufen ausgebildet wird. Ohne Zuwanderer.

Wie Sie sehen, der WAHN geht weiter. ..

 

Veröffentlicht von Option_Basil

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