Meine Erfolge und Irrtümer im Börsenhandel – Selbstreflexion

Schon wieder gibt es keinen speziellen Grund für mich, über etwas zu schreiben. Die Frage, die mir öfter gestellt wird, muss ich erneut zurückstellen. Ich weiß nicht, weshalb ich es tue. Fünf Gründe fallen mir sofort ein, sie werden aber auch jedem anderen einfallen und sie beschreiben nicht den wahren Sinn des Schreibens im Internet. Es ist vielleicht eher etwas wie ein Gebet. Man tut es und hofft, dass es irgendwann fruchtet. Wie auch immer. Schreiben über Börse und Finanzen ist für mich eine Art Selbstreflexion. Vieles wird mir bewusst und ich habe das Gefühl, den Lesern, vor allem den jüngeren einen guten Einblick in das Geschehen an der Börse aus der altruistischen Perspektive eines erfahrenen nicht zu armen nicht zu reichen, gebildeten aber auch keinen  typischen „Finanzforscher“ aus erster Hand zu gewähren.

Es ist verdammt schwer, jemanden in Deutschland zu finden, der ehrlich über seine Finanzen schreibt. Ich bewege mich in dieser deutschen Internet-Börsenszene seit etwa 7 Jahren und habe viele Autoren kennen gelernt. Im blicklog.com finden Sie eine ausführliche Aufstellung der deutschen Wirtschafts- und Finanzblogs. Deren Qualität hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Es gibt Blogs über allgemeine Fragen der Ökonomie, Risikomanagement, Börsenneuheiten. Viele berichten über Musterdepots aber kaum einer darüber, was er verdient, und warum. Ein durchschnittlicher Deutscher wird Ihnen gerne über die eigene Gesundheit, Eheprobleme, aber nie übe das Geld reden. Deshalb vermutlich hat es so lange gedauert, bis die Blogszene eine einigermaßen nennenswerte Bedeutung gewonnen hat. Anfangs wurden lediglich allgemein zugängliche Medieninformationen einfach zusammengefasst. Später kam etwas mehr kritisches Denken hinzu. Mittlerweile schreiben die Blogger viel mehr und viel spannender. Sie finden oft News zwischen den Zeilen und bringen den Wahrheitsgehalt der Nachrichten auf den Prüfstand.

Auch in puncto Geld-Beichte hat sich einiges getan. Es gibt Blogger, die ihre Aktivitäten der Öffentlichkeit zeitnah präsentieren. Sie unterziehen ihre Handelsstrategien einer live-Prüfung, um selbst von deren Richtigkeit überzeugt zu werden. Ich selber tue es auch. Mein DAX daily – Regelwerk zum Handel der Hebelprodukte auf DAX.

Ob wir alle privat nach dem vorgestellten System handeln, ist eine ganz andere Frage.

Wenn jemand über Ideen für Börsenhandel schreibt, dann heißt es in den meisten Fällen, dass er noch nicht selbst von seinen Ideen überzeugt ist. Oder er ist bereits jenseits des Eden und es nicht nötig hat, oder nicht mehr will an der Börse Geld machen. Das sollen wir uns nichts vormachen. Die vielen bunten Bücher, die ganze Regale der Großstädte schmücken, kann man sich demnach ersparen. Wenn etwas was taugt, dann schützt man es, oder?

Ich bin hier keine Ausnahme und verrate auch nicht alle Details. Aber es kommt meines Erachtens nicht so auf die geniale Idee an! Der Erfolg an der Börse resultiert aus dem richtigen Risikomanagement und des realistischen Gespürs für das Chance/Risiko-Verhältnis.

Märkte und Trend wechseln, und es kommt darauf an, in guten  Phasen mehr zu verdienen als in schlechten zu verlieren.

Wie waren meine besten und schlechtesten Erfahrungen?

Zuerst die Besten:

  1. Kauf von Blue Chips z.B. aus dem DAX. In der richtigen Phase gekauft und nicht zu spät verkauft brachten Aktien und Fonds häufig hohe Gewinne
  2. Intraday Handel mit CFDs auf DAX.
  3. Optionen – auf Longseite. Das hat bis jetzt den größten Gewinn in kürzester Zeit gebracht.
  4. Optionen – auf der Shortseite – die Stillhaltergeschäfte bringen zwar pro Monat nicht sehr viel dafür aber regelmäßig.

 

Jetzt die schlechten Erfahrungen:

  1. Aktien-Geheimtipps – Kauf von einer unbekannten Aktie an der Nasdaq, die über Nacht ansteigen sollte. Dieser Trade liegt jedoch 12 Jahre zurück.
  2. Intraday-Handel mit CFDs – wenn man ohne einen Plan einfach nach Gefühl einen Index oder Devisen handelt. Viele kleine Verluste , wenige kleine Gewinne sind die Folge
  3. Stillhaltergeschäfte – wenn Sie nicht wissen, wie Sie auf den großen Verlust reagieren, lassen Sie lieber Finger davon.

Fazit: Sowohl mit Aktien als auch mit Hebelprodukten habe ich viel Geld gewonnen und auch mal verloren, bis jetzt aber weniger als gewonnen. Und ich hoffe, es bleibt so.

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