DAX technisch – steht uns das Schlimmste noch bevor?

Die Charttechnik interessiert mich lange nicht mehr so stark wir noch vor Jahren. Ich bin irgendwann zum Schluss gekommen, entweder man macht es oder man lässt es sein. Charttechnisch sieht alles später nachvollziehbar aus. Man versteht und wundert sich, warum es trotzdem nicht geht, warum ich nicht  in barer Münze profitieren kann. Letzten Endes müsste es bei sog. Analysen bleiben, ohne einen persönlichen Bezug. Und das wollte ich nicht. Ich kann schließlich keine Konkurrenz für strebsame BWL-, Jura und Physikabsolventen werden, die es geschafft haben, in die Deutsche Bank oder wo auch immer direkt nach dem Studium zu kommen (Praktika sei Dank) und nun müssen sie ihr Können unter Beweis stellen. Deshalb schreiben sie über Unterstützungen, Kanäle, faire Bewertungen usw. Privat haben sie mit dem „Teufelszeug“ nichts zu tun. Ich kenne einen Sales – Bänker von Deutsche Bank, zuständig für den Vertrieb der Derivate bei Instis, die behauptet stolz, niemals im Leben mit Futures oder Optionen privat etwas gehabt zu haben. Ein anderer Chef  ebenfalls ein Investmentbänker „lässt grundsätzlich die Finger davon“. Und ein Arbitrage-Händler schwärmte von Zerobonds und deren Rendite.

Zurück zur Charttechnik. Sie kann durchaus sinnvoll eingesetzt werden. Etwa im Intradaytrading. Scheinbar ist es ein Traum der meisten Leser dieses Blogs, wenn ich die Klicks  auf die einzelnen Artikel analysiere. Glaubt mir Freunde, es ist ein langweiliges anstrengendes Geschäft. Man kann aber damit trotzdem Geld machen und zwar ohne ein ausgetüfteltes Regelwerk  (neuronale Netze o. ä). Ich habe in den letzten Tagen mit einfachen Indikatoren  (MACD MA, Stochastik) eine ansehnliche Rendite testweise mit den DAX CFDs verdient. Man muss nur konsequent am Ball bleiben. Ich will es trotzdem nicht tun. Ein Traumberuf ist es nicht, und du kannst manchmal nicht einmal aufs Klo.

Die Charttechnik kann aber auch für langfristige Prognosen vom Nutzen sein. Wie Sie wissen, bin ich ein großer Fan des MACD. Dieser langfristige Indikator wechselt selten seine Richtung.

Schauen wir uns das Bild unten an (m. f. G. http://www.tradesignalonline.com).

Wo stehen wir zurzeit? Der MACD scheint ins Positive zu drehen. Der DAX stagniert nach einem großen Sturz. In der jüngsten Vergangenheit 2008 sahen wir zweimal ein ähnliches Muster. Im Februar 2008 und im Oktober 2008. In beiden Fällen kann es zu einen schleppenden Erholung, die jedoch  abrupt endete und der DAX stützte noch mehr. Damals wie heute war auch die implizite Volatilität gestiegen.

Die Wiederholung des Musters wäre nichtsu Ungewöhnliches. Das heißt, noch ein wenig aufwärts, dann stark abwärts und dann langsam wieder aufwärts. Irgendwie hört es sich es doch trivial an…

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