Salami-Crash bei den Rohstoffen

Eine schleichende Talfahrt in Aktienmärkten wird gerne als Salami-Crash bezeichnet. Vorausgehen muss allerdings eine langjährige Hausse.  Oft wird nachgekauft und man erkennt den Abwärtstrend nicht rechtzeitig. Ich habe selbst den Salami-Crash 2000 miterlebt. Damals war ich erst relativ kurz im Beruf und hatte gerade meine erste Wohnung gekauft. Ich wollte logischerweise das Geld nichts aufs Spiel setzen.  In den Jahren zuvor- zwischen 1997-1999 habe ich viel Geld an der Börse verdient, bestimmt mehr als verloren. Glücklicherweise saß ich dann2000 auf nur wenigen Aktienpositionen und habe rechtzeitig vorher meine Neuer-Markt Bestaände zum Teil zum Höchstkurs verkauft.

Im Frühjahr 2000 ging es los. Schleichend kaum wahrgenommen gaben die Kurse nach, als ob die Börsianer nicht richtig verkaufen wollten, taten es aber trotzdem. Damals fiel im deutschen Fernsehen das erste Mal das Stichwort „Salami-Crash“ und zwar ausgesprochen von Roland Leuschel.  Belächelt wurde diese Äusserung von allen deutschen Börsengurus wie E. Prior, die auch die deutsche Aussprache des Wortes Crash ( Krasch) mit leichtem Spott stets betonten. Recht hat die Geschichte dem seitdem oft als Crash-Prophet zitierten Leuschel dennoch gegeben.

Und jetzt? Nun, er prophezeit weiterhin den Crash, in Aktien. Zuletzt sagte er es im November 2010 voraus. Hier das Interview.

http://www.cash.ch/news/front/wir_werden_einen_salamicrash_erleben-973558-448

Da hat er auf jeden Fall Recht behalten. Der DAX fiel 2011 um mehr als 20%. Allerdings bleibt Herr Leuschel positiv für Gold und andere Rohstoffe. Nun gerade hier bin ich anderer Meinung. Der Anstieg der Rohstoffpreise wurde seit Monaten nur durch Spekulation getrieben. ob Gold, Silber oder Rohöl, überall herrschte die Gier, Herdentrieb und ein spekulative irrationale Rechtfertigung wie „Flucht in Sicherheit“.

Und jetzt?

1. Der Goldpreis stabilisiert sich scheinbar auf einem etwas tieferen  Niveau, s. Chart unten (Chart m.f.G. http://www.tradesignalonline.com)

Von Höchstständen immerhin 20% entfernt.

Unterhalb 1536 kann es sogar nur schneller abwärts gehen und zwar bis auf 1200.

Ähnlich bei Palladium

Die Nachfrage nach Gold und Palladium werden aber angeblich jeweils durch verschiedene Mechanismen gesteuert. Bei Gold ist die „Flucht in Sicherheit“, bei Palladium die physische Nachfrage entscheidend. Na und? Vom Salami-Crash sind sie alle betroffen.

Und zum Schluss die Rio-Tinto- ein lang gefeierter Star der Rohstoffbranche. (Quelle tradesignalonline.com)

Hier sieht man am besten den Verlauf eines Salami-Crashes.

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