Ein kleiner Jahresrückblick 2011

Normalerweise meide ich es, über Vergangenheit zu viel zu schreiben. Zumal die Vergangenheit der Börse. Aber irgendwie kann ich es nicht lassen. Es gehört einfach dazu. Der Jahresrückblick des basili Blogs.

Was habe ich vor einem Jahr prognostiziert?  Und was im Laufe des Jahres. Da ich mittlerweile auf die 40 zusteuere, neige ich öfter zur Selbstreflexion. Ich schaue schon mal auf die früheren Beiträge zurück. Und stelle Erstaunliches fest.  Ich lag zum Teil gar nicht falsch. Hier einige Beispiele:

1. Am 26. Juli habe ich einen Beitrag über die aufkommende -Gold-Hysterie geschrieben. Damals stand der Goldpreis bei fast 1900 Dollar. Meine Warnung wurde zur rechten Zeit ausgesprochen. Seitdem geht es abwärts, zeitweise sogar bis auf 1500 Dollar.

2. Kaufempfehlung Deutsche Bank. Ähnlich wie bei Gold handelte ich selbst. Ich kaufte damals die Aktie, bzw. verkaufte die Puts darauf. Und ich habe gut verdient.

3. Absturz der Solarwerte. Auch hier fragte ich mich bereits in der ersten Jahreshälfte, ob es demnächst zu einer kollektiven Insolvenz kommen wird. Auch in dieser Beziehung lag ich richtig. Inzwischen haben die ersten Solarunternehmen tatsächlich die Insolvenz beantragt.

4. Zum DAX hatte ich insofern recht, dass ich bereits im Mai mit einem baldigen Absturz rechnete. Im Dezember vor einem Jahr sah ich hingegen, wie die meisten anderen Analysten und Börsianer die Zukunft durch die lila  Brille gesehen. Zwar versuchte ich analytisch zu denken, blieb jedoch viel zu optimistisch.  Gut, man konnte die Griechenlandkrise nicht in ihrem vollen Umfang erahnen, und auch nicht  den massiven Rückgang der Zahlungswürdigkeit der EU-Staaten.  Dennoch war der Optimismus aus heutiger Sicht ziemlich unbegründet.

Insgesamt muss ich zugeben, dass die Artikel in der ersten Jahreshälfte interessanter und anspruchsvoller als die späteren waren. Ich schrieb oft über Hedgefonds und Neuheiten aus der Vermögensverwalter-Szene. Ich blieb meinem Motto treu, über Investments aus Sicht des nicht dummen aber auch nicht professionellen Privatanlegers zu schreiben.

Ich hatte von Jan-Mai in Frankfurt gearbeitet und hatte somit meist abends mehr Zeit als vom August bis Dezember, seit ich viel in Bonn unterwegs bin. Das Bloggen im Hotel ist nur auf den ersten Blick  effizienter als zuhause. Meist kommt man später vom Büro und beschäftigt sich mit anderen Dingern wie Sport, Sauna, Leute treffen, Familie anrufen. Somit komme ich meistens kaum zu schreiben.

Ein anders Thema sind meine eigenen Investment-Aktivitäten und Projekte. Ich führte die Testphase DAX daily zu Ende. Mit gutem Erfolg. Leider fehlt mir im Moment ein Konzept für die Weiterentwicklung des Systems. Der nächste sinnvolle Schritt wäre der Eigenhandel. Dazu fehlt mir die Zeit. Vielversprechend hingegen erscheint mir das Optionsgeschäft. Hier habe ich eine einfache Strategie mit Aktienoptionen ausgearbeitet, die ich auch im kommenden Jahr umsetzen werde. Hierzu habe ich bereits vor wenigen Tagen ein neues Projekt Option Invest angekündigt. Am Wochenende folgt das nächste Update.

Fazit: Ein anstrengendes Jahr geht zu Ende, in welchem ich meine Leidenschaft zu schreiben zumindest teilweise ausleben konnte. Mein Investmentstill wurde reifer und ich gewann neue Leser. Und das ist schon eine ganze Menge!

In dem Sinne ein Frohes Neues Jahr!

 

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