Es gibt viele Unterstützungen, keine wird wohl halten. Ich meine den Goldchart. Ja, diese Aussage hat auch einen eigennützigen Hintergrund. Ich sitze schon seit langem auf einem „Gold-Katastrophenfond“. Es ist ein ETF, bzw. es sind zwei, einer auf der Long- der andere auf der Shortseite. Solange der Goldpreis zwischen 1600-1800 pendelt, passiert wenig. Ich verliere sogar etwas Geld. Aber ich bin ein geduldiger Mensch. Ich warte. Dieses Warten scheint die ersten Früchte zu bringen. Der Shortfonds liegt inzwischen 20% im Plus, der Longfonds etwas weniger im Minus. Je tiefer der Preis, umso besser.
Jetzt aber zur Einschätzung. Fundamental gibt es nach wie vor die gleichen Gründe wie vor einem Jahr, um Gold zu kaufen. Die Inflation kommt langsam aber unausweichlich in der Realwirtschaft an. Warum fällt trotzdem der Goldpreis? Liegt es etwa an dem starken Dollar? Oder glauben inzwischen viele an die dauerhaft niedrigen Zinsen, trotz der Inflation? Oder wird aufgrund der aufkommenden Stagnation in der Weltwirtschaft mit einer generell sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen gerechnet?
Wie auch immer charttechnisch gibt es keinen Grund, weshalb der Goldpreis nicht deutlich tiefer fallen könnte. Hier die potenziellen Unterstützungen:
1532 – erstes Warnsignal
1446 – Minimalkorrektur nach Fibonacci
1300 – Normalkorrektur
1140- Maximalkorrektur
1080 – die letzte Rettung
Unterhalb 1000 $ geht es dann schnell auf 668.