Die Rückkehr der Volatilität macht glücklich

Fast punktgenau von mir erwartet, wird der deutsche Aktienindex unruhig.

Wie alle Jahre wieder werden die Märkte simultan mit dem feuchten Wetter nervöser. Es ist ein altes Phänomen, das trotz aller modernen Erkenntnisse und Errungenschaften wie high frequency trading nicht aussterben will, allerdings in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten ist. Wenn eine Korrektur ansteht, dann erst ab August, so war es früher.

Im Sommer fallen die Börsenkurse nicht wirklich, aber sie beginnen zu schwanken. Die Frage ist nur, wann es soweit ist. Zuerst sahen wir 2011 einen heftigen Einbruch in den Sommermonaten. In den folgenden Jahren stiegen die Kurse erneut, um die Überschwemmung mit billigem Geld einzupreisen. Zurzeit spricht manches für eine größere Korrektur.

Unternehmen berichten schlechtere Bilanzen und der DAX ist technisch angeschlagen. Die so lange erwartete 10.000 Marke konnte nicht gehalten werden. Der MACD und sonstige Indikatoren zeigen klar nach unten.

Einziger Hoffnungsschimmer ist das erste Fibonacci-Niveau, was gestern angetastet wurde und das untere Bollinger Band, s. Chart unten. Demnach liegt eine klar überverkaufte Situation im DAX vor. Eine kurzfristige Erholung ist denkbar. Aber was heißt schon „kurzfristige Erholung“? Alle, die die Börse etwas besser kennen, wissen, dass die Märkte stets über- oder untertreiben. Möglicherweise wird diese Erholung, die heute begonnen haben dürfte, zu einer neuen Hausse-Welle in Richtung 10.000, warum auch immer. Die Märkte sind reif für Verkäufe, so meine Meinung.

Es ist aber auch eine gute Zeit. Die implizite Volatilität, die ja die Nervosität der Marktteilnehmer durch die Bewertung der Optionen misst, steigt ungewöhnlich lange, wenn auch vom sehr tiefen Niveau. Es ist eine gute Zeit für Optionshändler. Dieser Berufsgruppe lebt vom Warten auf die Gelegenheit zum Handeln. Auch die ganze Schar der Daytraader dürfte aufgeatmet haben. Der langsam steigende Markt der vorigen Monate hat manchen von ihnen an den Rand des Nervenzusammenbruches gebracht. So jedenfalls erging vielen Bekannten.

Aber was tun? Ich selber handle Optionen, habe also den Vorteil, von der Richtung des Marktes prinzipiell unabhängig zu sein. Was natürlich nicht heißt, ich verdiene immer. Dennoch macht mich die steigende Nervosität glücklicher. Ich kann jetzt endlich Verkäufe von Puts planen. Auch DAX –Optionen sind wieder ein Thema für mich. Ich kann außerdem einfach das System DAX daily intensiver einsetzen. Die Follower meines Wikifolios wissen es am besten.

Die Börse bewertet die politischen und volkswirtschaftlichen Ereignisse zwar richtig, oft jedoch nur auf eine sehr lange Sicht. Kurzfristig kann sie beliebig irrational sein und so kann ich mir wie im April ein neues Hoch noch im August ebenfalls vorstellen, würde jedoch nicht darauf setzen.

Gute Erfahrungen mache ich in solchen Märkten mit Pharma und Energieaktien. Ich meide die so. Zykliker.

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

 

Chart

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