Optionen – Depotstand, Veränderungen und Szenarien

Wirklich glücklich mit dem bisherigen Verlauf nicht. Am besten hat mein Wikifolio von der Entwicklung der letzten Tage profitiert.

Das Optionsdepot hat eine Änderung erfahren. Da der Anstieg des Feb. 10600 Calls mir doch zu unheimlich wurde, beschloss ich, zwei Longpositionen in Call 10800 und Put 10200 zu eröffnen. Der Schwerpunkt lag auf dem 10800 Call. Ich wollte einerseits den Feb Call 10600 schützen und andererseits von weiterhin starken Schwankungen im DAX profitieren.

Allerdings habe ich den Call zu teuer gekauft und ging die volatile Phase schnell zu Ende. So dass ich anschließend Feb. Call 10900 und Feb. Put 10000 verkaufte. Dadurch sollte der sich beschleunigende Zeitwertverfall abgefangen werden und zum anderen lies ich auf beiden Seiten einen Spielraum Gewinn.

Darüber hinaus schloss ich den Feb. Put 7600 mit einem Gewinn von 200 Euro und eröffnete gleich eine neue Feb. 9500 Position.

Folgende Szenarien sind bis zum Februarverfall unter anderem denkbar ( Angaben immer pro Kontrakt)

  1. Ich muss alles schließen. In diesem Falle realisiere ich einen Gesamtverlust von 150 Euro.
  2. Der DAX steht in drei Wochen unverändert bei 10700 und die Volatilität ändert sich kaum. Die Gesamtposition wäre knapp unterhalb Null, ich könnte dann aber schön die Calls risikofrei rollen.
  3. Der DAX steht bei 10200. Die Februarpositionen würden 235 Euro Verlust bringen. Ich würde dann aber Freiräume haben für Shorts im März.
  4. Das ungünstigste Szenario ist 10900 und höher. In dem Fall wird es ungemütlich. Die Positionen würde einen Verlust von 200 Punkten ergeben, allerdings könnte ich dann marginfrei mind. 220 Punkte auf Callseite verkaufen.

Die günstigsten Fälle sind 10800 und 10000.

Alles kann anders ausgehen, wenn die Szenarien früher eintreten und die Volatilität sich rapide ändert.

Generell war es keine so gute Idee, den Hedge zu kaufen, da die jetzt beginnende Korrektur irgendwann beginnen musste. Andererseits wäre das Rollen des 10600 Calls einfach ein Verlustgeschäft gewesen, da ich die Position nicht vergrößern will.

Insgesamt bin ich trotzdem mit der Entwicklung zufrieden. Mein Ziel ist es, im pro Monat ca. 2% Gewinn zu realisieren und falls der Markt wider nicht übertreibt, dann ist dieses Ziel bis März realistisch.

Basiswert Call/Put Laufzeit Strike long short Eröffnung Einstand GuV Positionsgröße
 ODAX  C  FEB15  10.600,0000 0 1 09.01.2015 26,0 -1.224,50 -1.354,50
 ODAX  C  FEB15  10.800,0000 1 0 23.01.2015 140,0 96,00 796,00
 ODAX  C  FEB15  10.900,0000 0 1 28.01.2015 91,0 -119,50 -574,50
 ODAX  C  MAR15  10.800,0000 1 0 02.01.2015 43,5 1.144,50 1.362,00
 ODAX  P  FEB15  9.500,0000 0 1 29.01.2015 18,0 -19,50 -109,50
 ODAX  P  FEB15  10.000,0000 0 1 28.01.2015 58,0 27,00 -263,00
 ODAX  P  FEB15  10.200,0000 1 0 23.01.2015 100,0 -109,50 390,50
 ODAX  P  MAR15  7.800,0000 1 0 02.01.2015 42,0 -151,50 58,50
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Kommentare

  • ediric01  On Februar 10, 2015 at 9:01 pm

    Hallo,

    Für mich sieht das nach handeln ohne Plan aus. Wenn ich lese, es war keine gute Idee….

    Kann es sein, das Entscheidungen zu neuen Positionen spontan während des Tages getroffen werden? Da wird man dann vom Markt getrieben.

    Im laufenden Verfall mehrfach die Richtung wechsel kann mal aufgehen, aber wer ist beim Timeing immer 100% perfekt?

    Ediric

    • Adrian Gohla  On Februar 10, 2015 at 9:54 pm

      Hallo,

      nein, die Entscheidungen treffe ich im Prinzip am Wochenende, die Ausführung natürlich untertägig. Erstens jeder Trader, egal mit welchem „System“ muss reagieren, wenn sich der Markt extrem oder gar manipuliert bewegt. Das nenne ich eine Schutzmassnahme. Der DAX hat sich im Januar 1620 Punkte in 20 Tagen nach oben bewegt, und stellte damit einen Rekord in seiner Geschichte. Jeder Stillhalter, der ins Geld läuft handelt dann und hofft nicht auf eine Wende.
      Deshalb habe ich den Hedge eröffnet und nahm im Prinzip den Verlust
      des Strangles in Kauf. Nun versuche ich doch einen Teil desses Kosten zurück zu gewinnen.
      Zu den anderen Trades, da läuft alles soweit mach Plan.
      Aber wenn Sie auf das Grundsätzliche zielen, dann kann ich Sie beruhigen. Dieses vorsichtige Aggieren grundsätzlich mit dem Ziel, delta neutral zu bleiben, hat mein Überleben im Optionsmarkt in den letzten 14 Jahren erst möglich gemacht.

  • ediric01  On Februar 11, 2015 at 7:59 am

    Ok, vielen Dank.
    Ich glaube aber nicht an eine Manipulation.
    Der Markt wird durch Angebot und Nachfrage geregelt. Es mag sein, dass mangels alternativen, die Nachfrage das Angebot übersteigt, aber das gab es schon immer. Genauso die Übertreibungen nach unten, wenn alle gleichzeitig durch die Tür wollen.

    Das ist der Markt. Wenn man hinter allem eine Verschwörung und manipulation sieht, versteckt man sich hinter „Ausreden“. 🙂

    Ediric

    • Adrian Gohla  On Februar 11, 2015 at 9:19 pm

      Nein, ich glaube an keine Verschwörungstheorien. Unter Manipulation meinte ich den indirekten Eingriff der EZB, die ja nicht ein eigennützlich handelnder Marktteilnehmer ist. Wenn durch solche politischen und externen Einflussfaktoren die Nachfrage stimuliert wird, dann kann man jedes Modell in die Tonne werfen.

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