Commerzbank und die Deutsche Bank – was machen die Umzugspläne?

Die Gerüchte sind nicht neu. Die Deutsche Bank neigt dazu, in den Medien öfter zitiert zu werden als die anderen großen Banken. Deshalb erfahren wir früher über diverse Pläne. Im Rahmen des möglichen Austritts Groß Britanniens au der EU werden schon seit fast zwei Jahren verschiedene Szenarien durchgespielt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article141139906/Deutsche-Bank-spielt-schon-den-Brexit-durch.html

Während der bei uns unbeliebte Anshu Jain kaum gehört wurde

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/deutsche-bank-droht-wegen-brexit-risiko-mit-abzug-aus-london-a-1034453.html

zitierte die FAZ gestern mit aller Ernsthaftigkeit John Cryan, der den Abzug in Betracht zieht. Und so weiter.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/risiko-fuer-den-finanzplatz-london-beim-eu-austritt-14166159.html

 

Die Commerzbank ist da viel weiter. Die Investmentbranche hat längst angefangen umzuziehen.

So werden zurzeit laut inoffiziellen Quellen Hunderte neue Arbeitsplätze in Frankfurt geschaffen, vorwiegen im Bereich Investmentbanking IT. Sowohl der Handel als auch das Backoffice, gebündelt in CommerzInvest , verlagern die Infrastruktur nach Frankfurt. Nur keiner spricht darüber.

Und die Aktien beider Institute? Eigentlich müsste es eine starke Divergenz in der Kursperformance geben.

Schauen wir uns den Chart unten an. Die Commerzbank macht Gewinne und zahlt Dividende. Die Deutsche Bank zahlt keine Dividende und macht Verluste. A und? Beide Aktien verlaufen im Gleichschritt. Die Korrelation liegt bei 90%. Einzig anders sind die Volatilitäten. Die Implizite Volatilität der Deutschen liegt bei 50%, die der CBK etwas darunter.

Erkennbar ist dennoch ein positiver Trend. Und das trotz der Digitalisierung, die angeblich die ganze Branche ruinieren würde. Ich habe schon vor Jahren geschrieben, dass die Banken aufgrund ihrer Kapitalstärke und der Kundennetzwerks den neuen Konkurrenten FinTechs stets überlegen sein würden. Genau das wird zurzeit sichtbar. Die Deka kauft sich einen der besten Wirtschaftsblogger Deutschlands zur „Förderung der Innovation und Digitalisierung“. Währenddessen kämpfen Betreiber von P2P-Plattformen ums Überleben. Smava ist mittlerweile zur reinen Vermittlungstätigkeit übergegangen, schade.

Fazit: Banken wachen auf. BREXIT ist längst in den Strategien enthalten.

 

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

 

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