Wochenbericht, meine Antichart-Charta, und die letzten ruhigen Tage

Meine Einschätzung der Märkte von letzter Woche war wohl nicht ganz falsch. Die Unruhe war förmlich spürbar, für jemanden, der sich regelmäßig seit 20 Jahren  für Themen um die Börse interessiert. Die Kurse sind gleich zum Wochenbeginn eingebrochen, blieben aber im Verlaufe der Woche relativ stabil. Ich hätte eine größere Korrektur erwartet. Nun suchen sich die Preise an der Börse den Weg des kleinsten Widerstandes, sprich sie nehmen eine solchen Verlauf, mit dem die wenigsten Händler rechnen, bzw. anders als die Mehrheit positioniert ist.

Die prinzipielle Ähnlichkeit der Kursverläufe, auch Charts genannt, hilft leider keinem, auf Dauer Geld zu verdienen, eben aufgrund der fehlenden Reproduzierbarkeit auf Detailebene.

Schauen wir uns den folgenden Chart an und versuchen Sie daraus, auf die künftige Preisbewegung zu schließen.

Zuerst sehen wir einen Gap – Lücke von ca. 200 Punkten, mit welcher der DAX am Montag in den Handel starte. Das ist zunächst ein starker Trendindikator, ich habe hierfür zahlreiche statistische Untersuchungen durchgeführt. Wir können also noch eine Weile fallende Kurse erwarten.

Ansonsten wissen wir nichts. Die Korrekturniveaus entsprechen dem Bezugspunkt. Etwa bei 10.000 verdichten sich die potenziellen Wendepunkte. Dennoch wir wissen, weder ob der DAX, dem Dow Jones folgend, doch noch weiter in Richtung 9500 marschiert und dann dreht. Oder geht es am Montag gleich euphorisch aufwärts. Das ist eher unwahrscheinlich. Weil am Mittwoch die Sitzung der FED mehr Klarheit über die Zinspolitik der USA bringen wird. Es ist schon erstaunlich, wie viel Macht diese Institution hat, die ja keine echte Notenbank wie die EZB ist, sondern ein historisch gewachsenes Konsortium einiger Privatbankers ist.

Die Stimmung von Montag-Mittwoch wird also eher gedämpft sein. Und danach – wahrscheinlich positiv.

Warum sage ich Euch alles? Mit den Charts bekommen Sie zwar einen groben Überblick über das Verhältnis der Nachfrage zum Angebot, welcher jedoch zu ungenau ist, um  den Zeitpunkt zu ermitteln, wann kaufen und wann verkaufen.

Einzig mit Optionen haben Sie eine realistische Chance, von groben Kursmustern zu profitieren, ohne sich über das Timing Gedanken machen zu müssen.

Der Verfall hatte es in sich.

Gerade für die Stillhalter in Deutsche Bank Optionen war es besonders spannend. Denn am letzten Tag der September-Serien wurde die nächste Hiobsbotschaft verkündet. Die Aktie brach um 8% ein und konnte nur froh sein, in der letzten Woche, die 13-Puts glatt gestellt z haben.

Jetzt aber zurück zum DAX.

Das Put-Call-Verhältnis steigt wieder und zeigt demnach auf wachsende Skepsis hin. Die Open Interests (OI) an der EUREX zeigen gemischtes Bild. Die Puts sind erstaunlich bei hohen Basispreisen verdichtet. Als würde man nicht mit einem Sturz unterhalb 9500 rechnen. Allerdings viel tiefer, unterhalb 7000 entsteht ein lokales Maximum.

screenshot_20160917_191510

Die Calls haben ein ausgeprägte Maxima bei 11.000 11.500. Man rechnet mit einem deutlichen Anstieg.

screenshot_20160917_191620

Diese Zahlen könnten eher die halbe Wahrheit enthalten, da die Verbuchungen nach dem Großen Verfall noch nicht erfolgt sind.

Die Turbulenzen der vergangenen Woche sind auch an meinem Depot nicht spurlos vorbeigezogen. Dennoch wurde die Gesamtperformance nicht sehr stark betroffen. Die Deutsche Bank war natürlich der größte Übeltäter. Ich reagierte wie immer besonnen und  deckte mich mit Dezember-Optionen zur Absicherung ein. Das passte insofern zur Strategie, dass die September-Absicherung am Abend starb und ich ohnehin neue Puts kaufen musste.

Die Deutsche Telekom hat ebenfalls etwas abgekriegt. Ich weiß nicht warum, auf meine Strategie hat dies keinen großen Einfluss. Ich rollte die 15-Puts bereits ohne Zeitwert auf den Oktober. Jetzt kann mir nicht viel passieren.

Die DAX-Optionen laufen wie gehabt am besten. Das liegt in erster Linie am richtigen Risikomanagement. Ich achte penibel auf nicht zu große Marginbelastung und reagiere rechtzeitig.

DTE

17. Sep 14,4
Basiswert Call/Put Laufzeit Strike long short GuV Position
 DTE  C  OKT16  15,50  0  8  104,00  -40,00
 DTE  C  DEZ16  17,50  12  0  -120,00  12,00
 DTE  P  OKT16  15,00  0  12  -36,00  -852,00
 DTE  P  DEZ16  14,00  12  0  120,00  540,00
88 320

DBK

17.09.2016 12
Basiswert Call/Put Laufzeit Strike long short GuV Position
 ODAX  C  OKT16  11.100,0000  0  1  60,00  -50,00
 DBK  C  OKT16  14,00  0  5  75,00  -45,00
 DBK  C  OKT16  15,50  5  0  -30,00  5,00
 DBK  C  DEZ16  14,50  0  0  0,00  0,00
 DBK  C  DEZ16  15,00  3  0  0,00  51,00
 DBK  C  DEZ16  22,00  3  0  -171,00  3,00
 DBK  P  OKT16  12,00  0  7  -231,00  -455,00
 DBK  P  DEZ16  9,00  3  0  -120,00  75,00
 DBK  P  DEZ16  11,00  6  0  38,00  402,00
-444 35
17.09.2016 10390
Basiswert Call/Put Laufzeit Strike long short GuV Position
 ODAX  C  OKT16  11.100,0000  0  1  60,00  -50,00
 ODAX  C  OKT16  11.450,0000  2  0  -20,00  18,00
 ODAX  P  OKT16  8.400,0000  2  0  -11,00  49,00
 ODAX  P  OKT16  9.500,0000  0  1  -130,50  -255,50
-117 -238
Datum GuV real GuV unreal
GuV realisiert 1320,5 02.09.2016 3131,4 1440,4
GuV unrealisiert 847,5 09.09.2016 3123,9 1133,9
17.09.2016 1321 848
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