Deutsche Bank – Kursziel 11

Ich mag Schwieriges. Alle die mich kennen, werden es bestätigen. Ich entschied mich einst, ein schweres Fach zu studieren, danach in einer schwierigen Branche zu arbeiten. Schließlich sind die Auswahlkriterien meiner Investments, für mich nicht ganz nachvollziehbar, simpel. Die Basiswerte müssen problematisch sein.

Das werden wohl die Gründe sein, weshalb ich seit Jahren Optionen auf Deutsche Bank handle. Ich kennen die Aktie, redete ich mir selber ein. Und ich erwischte auch gute Phasen. Nach heftigen Turbulenzen der Finanzkrise war DBK ein guter Basiswert. Die implizite Volatilität war hoch und die Schwankungen immer geringer. Die Aktie schien unterbewertet. Ich verdiente Geld.

Nun kommen die Schwierigkeiten zurück. Diesmal geht es nicht um Profitabilität, die ja in den früheren Geschäftsberichten als Ziel Nr. 1 genannt war. Während in den Jahren 202-2014 die Probleme eher im allgemeinen Bankensektor zu suchen waren, geht es jetzt anscheinend ums Überleben. Denn das Ende der Deutsche –Bank-Affären ist nicht in Sicht.

Die Abschreibungen werden immer höher und das hat inzwischen rein politische Gründe.

Der letzte Vorstoß, Deutsche Bank sollte 12 Milliarden wg. Hypothekenkredite zahlen oder was auch immer, ist wohl ein Racheakt der USA für die Forderungen der EU an Apple, Steuernachlass zu rückzuzahlen. Wie dumm es sich anhört, aber einiges ist dran wahr.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Die Aktie eröffnete mit einem Gap nach unten, was als sehr starker Abwärtsindikator ist. Anders als bei einem Up-Gap, der eher zum Shorten veranlasst, zeigt der DOWN-Gap die Richtung für die nächsten Wochen auf. Wenn wir uns die letzten Jahre anschauen, dann kam nach dem GAP bestenfalls eine Seitwärtsphase, meistens ging es bergab.

Dementsprechend sind die Optionshändler positioniert. Im Oktober liegen die meisten offenen Put-Positionen bei 10 Euro. !

Ich bin mit Oktober-Puts short, dennoch ist die Position im Dezember abgesichert. Sogar ein kleiner Überschuss auf der Longseite besteht.

Ich rechne zwar nicht mit einem Kollaps, aber eine nervöse Zeit wird kommen.

Die Implizite Volatilität beträgt je nach Serie und Moneyness 42-50 % und ist leider für verschiedene Monate stabil, das heißt ich kann nicht einfach Marz 2017 kaufen und Oktober 2016 verkaufen.

Die Call-Seite ist im Moment etwas unterrepräsentiert. Sobald sich die Kurse nach oben bewegen, werden ich weitere Calls verkaufen, jedoch sehr weit aus dem Geld. Denn die Gegenreaktionen werden heftig sein.

Chart m. f. G. www.traadesignalonline.com

 

chart

 

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