DAX tot aufgefunden, es lebe der Dow und warum Deutsche Bank fällt

Wie einst der Hoppe-  Hoppe Reiter in den Sümpfen tot aufgefunden wurde, ähnliches Schicksal erwartet auch den DAX und andere Indizes. Das Jahr 2017 verläuft nach dem Muster 2016. Etwas hoch, dann nichts, wieder hoch und danach ein paar Tage gar nichts. Schließlich geht es etwas runter und schon flammt die Hoffnung  auf. Ja, das haben wir doch alle erwartet! Pustekuchen, nach einer kleinen Korrektur steigen die Aktien erneut.

Dieser Markt wird durch die Angst  befeuert. Die Angst, einerseits die Projektion der Trump-Rally zu verpassen und andererseits durch die Angst, zu den letzten zu gehören, die kauften.

Weitere Aussichten? Unverändert. Die Put-Call-Verhältnisse bleiben bullisch. Die Volatilität ebenso.

Interessant ist die Korrelation zwischen dem DAX und dem US-amerikanischen Dow Jones, s. Chart unten. Sie ist niedrig dennoch zieht sie seit ein paar Tagen wieder an. Zeitweise lag sie bei fast null. Mit anderen Worten richtet sich der europäische Aktienmarkt nicht so stark nach dem US-Markt, als ich das seit 20 Jahren kenne. Zwar schreitet der nachbörsliche DAX etwa wie der Dow, ab 9:00 Uhr morgens nächsten Tages sieht die Welt anders aus. Die USA feiern ein Hoch nach dem anderen. Bei uns hinkt man hinter her, will sich dennoch nicht abkoppeln.

Also tut mir leid, alle Optionskäufer, der Crash bleibt auch in den nächsten Tagen aus.

Meine Optionspositionen gewinnen eine Woche vor dem Verfall. Das liegt vor allem daran, dass der Markt stagniert. So gesehen, bin ich natürlich nicht begeistert, dass meine 10 DBK Kontrakte im Wert von 500 Euro wohl wertlos verfallen werden. OK, einen Teil konnte ich durch den Verkauf der 20 Calls zurückgewinnen, und außerdem fallen auch die 14,5 Calls, wesentlich lukrativer sein könnte, falls die Deutsche in den nächsten Tagen weiter fällt. Aus irgendwelchen Gründen fällt der Aktienkurs der Deutschen Bank. Auch die Umsätze an der EUREX steigen. Als wüsste bereits jemand, dass schlechte Nachrichten veröffentlicht werden. Kann der Firma noch Schlimmeres passieren?

Unten habe ich meine DBK Positionen an der EUREX aufgelistet.

Chart m.d f. G. http://www.tradesignalonline.com

chart

 DBK  C  FEB17  18,50  0  10  0  0  0  0  0  EUR  -370,00  130,00
 DBK  C  FEB17  20,00  0  0  0  0  4  0  0  EUR  208,00  -4,00
 DBK  C  APR17  14,50  0  0  0  0  6  0  0  EUR  528,00  -2.112,00
 DBK  P  FEB17  14,50  0  8  0  0  0  0  0  EUR  -16,00  24,00
 DBK  P  MAR17  16,50  0  0  0  0  6  0  0  EUR  -48,00  -210,00
302 2172

 

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Kommentare

  • Matthias  On Februar 22, 2017 at 1:41 am

    Hallo Adrian, es ist zu viel Geld im Umlauf und an den Börsen besser investiert als in der Realwirtschaft. Die Party beginnt jetzt erst.

    • Adrian Gohla  On Februar 22, 2017 at 10:30 am

      Ja Matthias, vor allem bei niedriger Vola fallen die Hemmungen und steigt die Risikobereitschaft. Irgendwann kommt das Erwachen. Ich ahnte es lange, das die „ruhige“ Phase noch lange dauern könnte. Nicht zuletzt, weil sehr viele auf Verkaufspositionen sitzen…

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