DAX bis 12500 zum Jahresende

Der große Verfall ging glatt über die Bühne. Wie von mir prognostiziert war bereits Wochen vorher die 12.000 Marke im DAX als Ziel entstanden und zum Verfall nur knapp überschritten. Die Verfassung des Marktes ist einfach zu beschreiben. McMilan bringt es in seiner wöchentlichen Analyse auf den Punkt.

http://www.optionstrategist.com/blog/2017/03/weekly-stock-market-commentary-3172017

„In summary, we continue to see things pretty much as has been the case since the US election: we remain intermediate-term bullish unless $SPX breaks support and $VIX breaks out over resistance.”

Die niedrige Volatilität drückt die Renditeerwartung für die kommende Periode.  Wie im Chart unten sichtbar ist die aus DAX – Optionen berechnete Implizite Volatilität auf ein historisches Tief unterhalb 11,5% gefallen. Wirklich tiefer war dieser Wert vor 25 Jahren.

Es herrscht also allmählich ein grenzenloser Optimismus. Eine Rally, die keiner haben will. Und keiner will verstehen, dass nur so große Rallys geboren werden, indem das Kapital nur häppchenweise frei wird, da viele Börsianer skeptisch bleiben. Die Rally hat auch fundamentale Gründe,  wie billiges Geld und die Hoffnung auf kapitalfreundliche Veränderungen in den USA, etwa bei der Bankenregulierung. Diese gab es früher. Neu ist die Tatsache, dass inzwischen die Zinsen in den USA höher stehen als vor einem Jahr. Und sie werden weiter steigen.

Auch in Deutschland steigen die Zinsen. Zunächst sehen wir es an der  Rendite. Der BUND Future steht bei 159 und somit  5% unterhalb seiner Hochs. Und das trotz angekündigter Fortsetzung der Anleihekäufe.

Aus historischer Perspektive kann es im Aktienmarkt noch einige Jahre aufwärtsgehen. In der Vergangenheit folgte nach einem Tief der Volatilität eine lange hysterische bullische Phase.

Beispiel: 2005 der VDAX steht wie tief  knapp über 12%. Es hat noch zwei Jahre bis 2007 gedauert, bis die Korrektur einsetzte. Bis dann hat sich der DAX verdoppelt, von 4000 auf 8000.

Das könnte auch jetzt passieren. Seit der Finanzkrise 2009 steigt der DAX im Durchschnitt 1000 Punkte pro Jahr. Erstaunlicherweise galt diese Zahl bei 4000 und bei 10.000 DAXstand gleichermaßen.

Was folgt daraus. Hier der erste Versuch einer Jahresprognose.

Ich glaube nicht, dass wir zum Jahresende mehr als 13.000 im DAX sehen. Zwischenzeitlich im Sommer könnte es der Fall sein, danach im August wird eine Korrektur einsetzen.  Das der Index bei 10500 ins neue Jahr startete, dürfte er auf maximal 12500 bis 31.12 gestiegen sein.

Wenn ich auf die April – Positionen in DAX-Optionen schaue, dann scheint meine Erwartung sich zu bestätigen. Die meisten offenen- Call-Positionen liegen bei 12500, bei den Puts gibt es wie gehabt eine breite Streuung.

Ausgehend von 11% IV und DAX 12.000 beträgt die Standardabweichung 381. Die EUREX-Händler rechnen also mit maximal zwei Standardabweichungen vom aktuellen Kurs. Irgendwie realistisch.

http://www.eurexchange.com/exchange-en/market-data/statistics/market-statistics-online/180102!onlineStats?productGroupId=826&productId=17254&viewType=&cp=Call&month=4&year=2017&busDate=20170317

 

screenshot_20170319_170339

 

Chart m. f. G. http://www.tradesignalonline.com

Chart

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